Borussia Dortmund integriert künftig Blindensport
Samstag, 7. Januar 2017, 13:56 Uhr

Liebe Torballfreunde!

Unser Verein ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne e. V. wird in Zukunft kein Blindensport mehr anbieten. All unsere Mitglieder, inklusiv meiner Person, sind inzwischen Mitglieder des BVB (BV. Borussia 09 e. V. Dortmund). Mit sofortiger Wirkung werden wir unsere Sportarten Torball und Blindenfußball in den schwarz/gelben Farben ausüben.

Nach dreijähriger hartnäckiger Arbeit mit Prominenter Unterstützung aus Politik und Wirtschaft ist es mir und meinem Team „Projekt BVB“ bestehend aus Isnija Demiri, Tobias Willmroth und mir (Hasan Caglikalp) gelungen, die BVB-Verantwortlichen vom Blindensport zu überzeugen.

Gigantisch ist, wie wir finden, dass der Torballsport in einem so großen (145.207 Mitglieder Stand 20.11.2016) und so prominenten Verein aufgenommen wurde. Vielleicht kann unser Erfolg in Zukunft ein Türöffner für andere Torballmannschaften sein. Wir jedenfalls drücken allen Ambitionierten fest die Daumen.

Hier die Pressemitteilung vom 20.11.2016:

Der BV. Borussia 09 e.V. Dortmund setzt ein wichtiges Zeichen für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Bei der Mitgliederversammlung in den Westfalenhallen informierte der wiedergewählte Präsident Dr. Reinhard Rauball am Sonntag die Mitglieder über die zum 1. Januar 2017 beabsichtigte Integration des Blindensports in die Vereinsabteilung „Fußball“. Sowohl die Sportart „Blindenfußball“ als auch die Hallensportart „Torball“ werden künftig in Schwarzgelb gespielt.

Gleichzeitig erfolgt die Neuaufnahme der bisherigen 40 Mitglieder (davon 21 aktive Sportlerinnen und Sportler) des ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne e.V. in den BV. Borussia 09 e.V. Dortmund. „Der Fußball trägt aufgrund seiner hohen gesellschaftlichen Bedeutung eine große Verantwortung, zu der wir uns bei Borussia Dortmund selbstverständlich bekennen“, sagt BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball und ergänzt: „Der Inklusionsgedanke ist längst in unserem gesellschaftlichen Alltagsleben angekommen. Der Verein ‚BVB‘ soll für möglichst viele eine Heimat sein, gerade auch Menschen mit Behinderung sollen in großer Gesellschaft sportlich aktiv sein können.

Der Sport bewegt und verbindet.“

Hasan Caglikalp, bislang 1. Vorsitzender des ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne e.V. und künftiger Ansprechpartner für den Blindensport beim BVB, sagt: „Wir freuen uns schon jetzt auf eine neue gemeinsame Zukunft unter dem Vereinsdach des BVB. Die ideelle und auch finanzielle Unterstützung ist für uns von existenzieller Bedeutung. Wir erhoffen uns durch die große Strahlkraft des BVB, weitere Sportlerinnen und Sportler, Helfer und auch Sympathisanten für den Blindensport zu gewinnen. Dazu sind unsere Sportlerinnen und Sportler ohnehin große BVB-Anhänger. Für sie erfüllt sich ihr großer Traum, künftig in BVB-Trikots aufzulaufen.“

Der ISC war 2010 Vizemeister im Blindenfußball der Männer. Im Torball stehen drei Deutsche Meisterschaften der Frauen sowie zwei nationale Meistertitel der Männer zu Buche. Der BVB befindet sich derzeit im Austausch mit den verantwortlichen Stellen, um den Trainings- und Spielbetrieb – unter Wahrung der bisherigen Ligazugehörigkeit des ISC – ab dem 1. Januar 2017 zu gewährleisten.

Hasan Caglikalp



Das traditionelle Nikolaus-Torballturnier in Berlin wird international – Dortmund-Kirchderne holt den Stifel – Berliner werden Vierter und Sechster
Dienstag, 20. Dezember 2016, 19:47 Uhr

Am 10.12.2016 trafen sich auch dieses Jahr wieder 7 Teams zum traditionellen Nikolaus-Torballturnier in der Johann-August-Zeune-Schule in Berlin Steglitz. Erstmalig durften wir einen internationalen Gast aus Bozen begrüßen. Daneben waren die Mannschaften aus Kaiserslautern/Baden (KaBa), Hoffeld, Dortmund-Kirchderne, Unterliederbach angereist. Der Gastgeber stellte zwei Teams. 09:25 eröffnete der Vereinsvorsitzende das Turnier und schon ging es los.

Die erste Begegnung wurde zwischen den beiden lokalen Mannschaften Berlin I und Berlin II ausgetragen. Zur Halbzeitpause führte Berlin I gerade noch mit 1:0. In der zweiten Halbzeit konnte der Vorsprung auf 5:0 ausgebaut werden, durch einen Penalty verkürzte die zweite Mannschaft auf 1:5.

Die zweite Paarung für Berlin I ging gegen Dortmund-Kirchderne. Eine spannende Begegnung … Konnte Dortmund mit 2:0 in Führung gehen behielten die Spieler aus Berlin die Nerven und holten sich Tor um Tor die Führung und 2 Spielpunkte mit dem Ergebnis von 5:3 zurück.

Das Spiel gegen Unterliederbach begann gar nicht gut. Ging Unterliederbach mit einer 4:1-Führung in die Halbzeitpause sahen alle Unterliederbach als Sieger dieser Partie. Drei Bälle direkt in die Hand der Heimmannschaft gespielt wurden als Conter zurück ins gegnerische Tor geschickt. Berlin konnte sich so zwei weitere Punkte mit dem Endstand von 5:4 holen.

KaBa ging auch wieder in Führung. 2:0 holt man nicht einfach so auf. Den Spielern aus Berlin gelang es nicht nur die zwei Tore aufzuholen, das Spiel konnte noch gedreht und zwei Siegpunkte mit dem Ergebnis von 4:3 eingefahren werden.

Unser internationaler Gegner aus Bozen / Italien sprang kurzfristig für eine Absage ein. Alle Spieler traten – wie richtige Nikoläuse – mit Zipfelmützen an. Berlin I holte sich mit 3:1 die Siegpunkte, Bozen gewann in diesem Spiel den Preis für die schönste Kopfbedeckung.

Das letzte Spiel der Vorrunde war wieder Hoffeld. Ein Gegner der es uns seit Jahren schwer macht. Diesmal war es fast zu einfach. Obwohl der Vorrundensieg schon feststand sollten diese zwei Punkte nicht verschenkt werden. Nach 2 x 5 Minuten Spielzeit gewann Berlin I mit 9:2.

Berlin II konnte einen guten sechsten Platz erspielen. Die Mannschaft gewann gegen Hoffeld hoch und souverän. Gegen Unterliederbach wurde das Spiel bis zum Schluss offen gestaltet. Leider verlor die Mannschaft am Ende knapp mit 3:4. Die restlichen Spiele wurden auch verloren.

Die Tabelle nach der Vorrunde:

  1. Berlin I
  2. Dortmund-Kirchderne
  3. Unterliederbach
  4. KaBa
  5. Bozen
  6. Berlin II
  7. Hoffeld

 

Ohne Zeitverzug ging es in die Halbfinale. Die Paarungen waren Berlin I : KaBa und Dortmund-Kirchderne : Unterliederbach.

Berlin hatte wohl in der Vorrunde sein gesamtes Glück aufgebraucht und KaBa spielte wie noch nie an diesem Tag. Schnell ging die Mannschaft aus Baden-Baden in Führung und konnte diese bis auf ein 5:0 ausbauen. Die Hauptstädtler fanden keine Möglichkeit den Ball ins gegnerische Netz zu platzieren.

Das andere Halbfinale bot Spannung pur. Bis kurz vor Schluss stand es 2:2 in diesem eng umkämpften Spiel. Hier ging es um den Einzug ins Finale. Mit dem letzten Wurf konnte Dortmund-Kirchderne dann den 3:2 Führungstreffer erzielen und sich eine kleine Pause gönnen bevor es ins Endspiel ging.

Im Spiel um Platz 3 ging Unterliederbach schnell mit 2:0 in Führung. Ein Positionswechsel auf dem Feld bei Berlin I schien die Spannung mit dem Anschlusstreffer zurück ins Feld zu bringen, da fiel dann schon das 3:1. Ein weiterer Treffer auf jeder Seite und Unterliederbach holte sich mit 4:2 den Bronze-Titel.

Im Finale wollte Dortmund-Kirchderne wieder Spannung auf das Feld bringen. Es ging hin und her und auch hier konnten die Spieler aus dem Ruhrpott mit dem letzten Wurf den Siegtreffer zum 5:4 Endstand gegen KaBa versenken.

 

Die Tabelle nach dem Finale:

  1. Dortmund-Kirchderne
  2. KaBa
  3. Unterliederbach
  4. Berlin I
  5. Bozen
  6. Berlin II
  7. Hoffeld

 

Wir bedanken uns bei allen Organisatoren sowie Helferinnen und Helfern, die dieses Turnier möglich gemacht haben und hoffen auch in 2017 ein internationales Nikolaus-Torballturnier bieten zu können.

 

Für Berlin I spielten: Heiko Wiese, Jörg Bechtold, Steffen Bülth und Steffen Lehmann.

Für Berlin II spielten: Thorsten Wolf, Hamid Tahamtan, Matthias Hübner und Mohamet al Hmedi.

Die Betreuung erfolgte durch Martina Gerstenberger und dem Maskottchen Frodo.

Steffen Lehmann



Berlin holt sich wieder die Schale beim diesjährigen Louis-Braille-Pokal in und von Borgsdorf zurück!
Dienstag, 20. Dezember 2016, 19:31 Uhr

Am 03.12.2016 richteten unsere Nachbarn den traditionellen Louis-Braille-Pokal aus, das hieß für uns einmal eine kurze Anreise.

Im ersten Spiel ging es gleich gegen die Gastgeber, man kennt sich, aber trotzdem konnten wir uns auf ihre Würfe nicht richtig einstellen. Mit ihren Hopplern konnten sie uns zweimal überlisten und so ging das Spiel 0:2 verloren. So wollten wir nicht ins Turnier starten.

Der nächste Gegner war Langenhagen. Auch sie  packten die Hoppel-Bälle aus, aber wir konnten uns auf sie besser einstellen und konnten uns eine knappe Führung herausspielen. In der letzten Minute unterlief uns allerdings ein Fehler und dadurch gaben wir Langenhagen mit einem Strafwurf die Chance zum Ausgleichstreffer. Das Berliner Geschenk wurde leider angenommen und so mussten wir uns mit einem 2:2 zufriedengeben. Glücklicherweise wurde uns dieser verlorene Punkt nicht zum Verhängnis

Nun mussten wir aufwachen und siegen. Gegen unsere Freunde aus Halle sollte es schließlich klappen mit dem ersten Sieg. Wir lagen sicher in der Verteidigung und die Zielgenauigkeit fanden wir auch wieder. Am Ende hieß es 5:1 für Berlin. So konnte es weitergehen.

Als nächstes wartete St. Pauli. Wir blieben konzentriert und konnten auch dieses Spiel für uns entscheiden. 5:1 für Berlin.

Das letzte Spiel der Vorrunde mussten wir gegen Magdeburg bestreiten, ein sehr unangenehmer Gegner, der uns in der Vergangenheit nicht unbedingt gelegen war. Wir vertrauten auf unsere Abwehr und nutzten dazu noch unsere Chancen. Bei Spielende stand 4:0 auf der Anzeigetafel, ein sehr schöner Abschluss der Vorrunde.

Zu unserer großen Überraschung wurden wir Gruppenerster und mussten daher im Halbfinale gegen den Viertplatzierten Halle spielen, welche sich von Spiel zu Spiel gesteigert hatten, wir waren gewarnt.

Wir begannen sehr ruhig, Nervosität spürte man keine. Bereits mit einem der ersten Würfe gingen wir in Führung. Ein Eigentor von Halle kam uns sehr gelegen und so schafften wir es die Partie ruhig zu Ende zu spielen. Endstand 4:1 für Berlin.

Das Finale stand an und wir mussten gegen die Veranstalter und gleichzeitig Titelverteidiger aus Borgsdorf antreten. Wir hatten noch eine Rechnung zu begleichen, alles war bereit für ein spannendes Berlin-Brandenburg Duell.

Es wurde eine Abwehrschlacht, beide Mannschaften hatten Chancen, aber der Pfosten oder ein Gegner stellte sich immer in den Weg. Die erste Halbzeit endete 0:0. Die zweite Halbzeit in dieser packenden Partie war ein Abbild der ersten. Die letzte Minute wurde angesagt und man wusste, jeder kleine Fehler kann jetzt die Niederlage bedeuten. Als wir schon an die Verlängerung dachten gelang uns das erlösende Tor durch einen Konter. 1:0 für Berlin. Sekunden später war die Partie vorbei. Welch eine Spannung, der letzte Wurf entschied die Partie und brachte die Wanderschale wieder zurück nach Berlin!

Die Freude war natürlich riesig, besonders da es für einige der erste Turniersieg war.

Vielen Dank an die Borgsdorfer für die Organisation eines tollen Turniers. Hoffentlich findet sich auch 2017 ein Veranstalter des traditionellen Louis-Braille-Pokals.

 

 

 

Endergebnis:

  1. Berlin
  2. Borgsdorf
  3. Halle
  4. Langenhagen
  5. Magdeburg
  6. Pauli

 

Für Berlin spielten: Steffen Lehmann, Jörg Bechtold, Matthias Hübner, Christian Mair.

Begleitet wurden wir von Martina Gerstenberger und Frodo.

 

Christian Mair

 



Eine Stiefelspitze vom Tripple entfernt
Sonntag, 18. Dezember 2016, 15:00 Uhr

Spielgemeinschaft Kaiserslautern / Baden verpasst Turniersieg knapp.

Am 10. Dezember richtete der BSV Berlin das nun schon legendäre Nikolausturnier aus. Erstmals im Jahre 2014 nahm die Spielgemeinschaft Kaiserslautern / Baden, kurz KaBa, teil und gewann jeweils das Turnier in Folge. Astrid Weidner und David Georgi, damals noch bei der SG Baden und Christian Bachmann von Kaiserslautern hatten damals janz viel Bock off Berlin und jetzt ist es sowohl ein schöner sportlicher, als auch freundschaftlicher Jahresausklang. Die SG Baden gibt es nun leider nicht mehr und David Georgi spielt inzwischen im Trikot der TG Unterliederbach. Astrid Weidner schließt sich in dieser Saison Kaiserslautern an. erstmals im KaBa-Aufgebot stand auch frank Herold, der Schreck der Nationalmannschaft, ebenfalls Kaiserslautern.

Auftaktspiele waren schon immer so eine Sache, naja, so ein KaBa braucht ja auch um auf die richtige Trinktemperatur zu kommen. Gleich gegen Unterliederbach ging es vorweihnachtlich besinnlich los und mit einem 1:3 nach 10 Minuten trottete die Spielgemeinschaft vom Feld. Gegen Bozen entwickelte sich ein hektisches Spiel und folgerichtig ging es unentschieden, 4:4 aus. OK die neuen Lauterer Trikots hatten jetzt alles außer einem Erfolgserlebnis. Das kam in der zweiten Halbzeit gegen Hoffeld, nach einem 1:2-Pausenrückstand wurde die Herdplatte hochgedreht und am Ende stand da ein 6:2 Erfolg. Gegen Gastgeber Berlin I gab es ja schon viele spannende Spiele. Berlin hatte noch keinen Punkt abgegeben. Bei Halbzeit führten die Hauptstädtler mit 2:1. Christian Bachmann traf gleich doppelt zur Führung, in der letzten Minute glich Berlin aus, David Georgi im Gegenzug an den Pfosten und 2 Würfe später war der KaBa angesetzt, 3:4 der Endstand in einem tollen Spiel. Das Match gegen Berlin II musste nun gewonnen werden, wollte man noch ins Halbfinale einziehen. In der ersten Halbzeit war der KaBa wieder unterkühlt und es stand lediglich eine 1:0-Pausenführung auf der Tafel. Im zweiten Durchgang schwang KaBa den Schneebesen und gewann mit 6:1. Hin und her rechnen, bloß nicht gegen Dortmund Kirchderne hoch verlieren. Mit einem 0:2 ging es schon mal bitter los. Zucker kam erst durch Astrid Weidner und Christian Bachmann ins Spiel: 2:2 doch, wieder verbrannt, 2:4 am Ende Ein Spiel, mit vielen Chancen auf beiden Seiten und – ich hätte es mirauch gern angeschaut…

Also warten, ob wir nochmal einen Versuch für den perfekten KaBa bekommen würden. Und, tatsächlich. ein um drei Tore besseres Endergebnis gegenüber Bozen ermöglichte einen erneuten Anlauf im Halbfinale. Wieder Berlin I, die souverän durch die Vorrunde überzeugt hatten. Hier gab’s dann KaBa mit Sahne. Das Rezept, eine stabile Abwehr, Georgi und Bachmann in der ersten Halbzeit mit einer 2:0 Führung. Weitere 3 Tore von Georgi und einem verwandelten Strafwurf von Bachmann später und KaBa war die überraschend perfekte Mischung gelungen. 6:0 hier der Endstand.

In einem knappen und rassigen, zweiten Halbfinale setzte sich Dortmund Kirchderne gegen Unterliederbach mit 2:1 durch. Tja, so ist das manchmal mit der zweiten Tasse, auch gut, aber – nicht ganz an die erste heranreichend. Wir waren jedenfalls wohl noch zu satt, denn schnell stand es 0:2. Georgi verkürzte noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit viel gar der Ausgleich, doch Kirchderne ergriff wieder die Initiative und führte wieder mit 4:2. Astrid Weidner brachte KaBa wieder mit einem verwandelten Penalty in Reichweite und Bachmann glich erneut aus. Es war schon fast eine Verlängerung in Sicht, doch KaBa zu lang auf einer Herdplatte, keine gute Idee. Ein Konter kurz vor Schluss brachte Dortmund Kirchderne den Turniersieg. Ein Tripple für KaBa wäre auch zu süß gewesen.

Wir bedanken uns nochmals beim Gastgeber für diese tolle Tradition und Organisation.

Für die roten Schoko-Teufel rührten: Astrid Weidner, Christian Bachmann, Frank Herold und David Georgi

 

David Georgi



Nikolausturnier in Berlin: Dritter Platz für TG Unterliederbach
Sonntag, 18. Dezember 2016, 14:47 Uhr

Nur wenige Sekunden fehlten zum Finaleinzug

Berlin-Steglitz – Äußerst knapp im Halbfinale gescheitert aber dennoch nicht unzufrieden: So kann man den Ausflug der Torballmannschaft der TG Unterliederbach zum traditionellen Nikolausturnier des BBSV Berlin (Samstag, 10.12.2016)  zusammenfassen. „Wir wollen das Turnier als Test für die Vorrunde der Torball-Bundesliga, welche im kommenden Januar in gleicher Halle stattfindet, nehmen und unseren beiden Jugendspielern, Alexander Eichler und Felix Seebacher so viel Einsatzzeit wie möglich geben.“ erläuterte Trainer Ralf Thurm die Zielsetzung für den Turniertag.

Gleich in der ersten Begegnung wartete der Titelverteidiger, die SG Kaiserslautern-Baden auf die TG Unterliederbach. Den Unterliederbachern gelang mit einem 3:1-Sieg ein perfekter Start in das Turnier. In der zweiten Partie gegen den SV Hoffeld unterstrich das Team um Trainer Ralf Thurm seine Ambitionen: Mit einem souveränen 8:2-Erfolg konnten die nächsten beiden Punkte auf der Habenseite verbucht werden.

Im dritten Spiel des Tages gegen die erste Mannschaft des gastgebenden BBSV Berlin  gab es die erste Pleite. Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Spieler der TG Unterliederbach die Partie im Griff. Eine konzentrierte Abwehrleistung und Präzision im Angriff sorgten für die verdiente 4:1-Pausenführung. Nach Wiederanpfiff ließ zum einen die Genauigkeit im Angriffsspiel nach und zum anderen wurde die Abwehr der Unterliederbacher ein ums andere mal von den Hauptstädtern ausgekontert, so dass der komfortable Drei-Tore-Vorsprung nach und nach dahin schmolz und am Ende eine 4:5-Pleite in das Spielprotokoll eingetragen werden musste.

Partie Vier bescherte der Mannschaft vom Geißspitzweg ein weiteres Mal den BBSV Berlin: Nun ging es jedoch gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers. Trainer Thurm gab hier neben dem Routinier Toufik Mehloul den beiden Nachwuchsspielern Alexander Eichler und Felix Seebacher das Vertrauen von Anfang an in der Startformation auf dem Platz zu stehen. Nach nervösem Beginn lagen die Unterliderbacher schnell mit 0:2 in Rückstand, fanden im weiteren Spielverlauf aber immer besser in die Partie und waren zur Pause lediglich mit 2:3 im Hintertreffen. Eichler und Seebacher legten in Durchgang zwei mehr und mehr ihre Nervosität ab und konnten die Begegnung letztlich mit 5:4 für Unterliederbach entscheiden.

ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne war der nächste Gegner der TGU. In einer abwechslungsreichen Partie spielten beide Teams druckvoll im Angriff, konnten aber aufgrund disziplinierter Abwehrleistungen in der ersten Halbzeit zu keinem Torerfolg kommen. Kurz nach Wiederanpfiff gelang den Westfalen dann aber doch der 1:0-führungstreffer. Diese Führung hatte bis in die Schlussminute bestand. Christos Kassapis blieb es dann vorbehalten wenige Sekunden vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 1:1-Ausgleich den Unterliederbachern einen verdienten Punktgewinn zu sichern.

Um sicher in das Halbfinale einzuziehen, musste auch im letzten Spiel der Vorrunde gegen Bozen gepunktet werden. Auch hier machte es die TG Unterliederbach spannend und erzielte den Treffer zum 4:3-Sieg wiederum erst kurz vor Ende der Begegnung. 9:3 Punkte und 25:16 Tore nach der Gruppenphase bedeuteten Platz drei und damit die Halbfinalteilnahme.

In der Vorschlussrunde ging es wieder gegen die Mannschaft des ISC Viktoria Kirchderne, die sich mit ebenfalls 9:3 Punkten, aber einem etwas besseren Torverhältnis auf Platz zwei der Vorrundentabelle wiederfand. Ähnlich dem Spiel in der Vorrunde ließen beide Abwehrreihen wenig zu. Lediglich ein von Markus Schönbach verwandelter Strafwurf kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte den Kirchderner Abwehrriegel knacken. In Durchgang zwei verstärkte Dortmund-Kirchderne seine Angriffsbemühungen und kam Mitte der Halbzeit zum 1:1-Ausgleich. Auch hier – ähnlich der Vorrunde – konnte sich keine der beiden Teams einen entscheidenden Vorteil erspielen. Als die Zuschauer in der Berliner Sporthalle mit einer Verlängerung rechneten, gelang den Dortmundern unmittelbar vor dem Abpfiff dann aber doch noch der mehr als glückliche Treffer zum 2:1-Endstand. Der TG Unterliederbach blieb somit lediglich die Teilnahme am „kleinen Finale“. Im zweiten Halbfinale standen sich die SG Kaiserslautern-Baden und der BBSV Berlin I gegenüber. Hier mussten sich die Berliner deutlich mit 0:6 geschlagen geben.

Jetzt hieß es für Unterliederbach  im Spiel um Platz drei die Vorrundenpleite gegen die Gastgeber aus Berlin vergessen zu machen. Das gelang den Spielern der TGU auch eindrucksvoll. Die Unterliederbacher sicherten sich mit einem 4:2-Erfolg den dritten Platz. Das Finale gewann der ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne gegen die SG Kaiserslautern-Baden knapp mit 5:4.

„Trotz der unglücklichen Halbfinalniederlage bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft in weiten Teilen zufrieden. Wir konnten für die Hinrunde der ersten Torball-Bundesliga testen. Auch Alexander Eichler und Felix Seebacher, unsere beiden Nachwuchsspieler, haben sich in den vergangenen Monaten sehr gut weiterentwickelt. Beide haben heute einen positiven Eindruck hinterlassen.“ Zog Trainer Ralf Thurm trotz des verpassten Finaleinzugs eine positive Bilanz des Turniertages.

 

Für die TG Unterliederbach spielten:

Alexander Eichler, Christos Kassapis, Toufik Mehloul, Felix Seebacher, Markus Schönbach

 

Trainer:

Ralf Thurm, Ramona Ernst

 

Markus Schönbach



Endlich wieder einmal erklang die Schweizer Hymne an einem Grossanlass
Samstag, 17. Dezember 2016, 16:30 Uhr

Mit einer sehr kleinen Delegation flog man ins sommerliche Nizza, gerade drei Spieler wollten bei diesem Grossanlass dabei sein. Trotzdem wollte man natürlich eine gute Leistung zeigen und neben den Top Nationen nicht abfallen. Niemand ahnte wohl, dass ein solch emotionales Wochenende folgen würde.

Gemeinsam mit den Damen reiste man ans Mittelmeer und genoss die Sonne, bevor wir dann mit einer grossen Delegation an der ersten Sitzung betreffend Zukunft vom Torball teilnahmen. Im Anschluss folgte eine grosse Eröffnungszeremonie, vor vielen Zuschauern durften wir einlaufen und wurden auch schon reich beschenkt, der einzige Wermutstropfen war, dass von allen Anwesenden umfassende Kenntnisse der französischen Sprache verlangt wurden.

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Am nächsten Tag wartete als erster Gegner Belgien. Belgien gehörte ja zu den Teams die im letzten Jahr nicht an der WM starten durften, für die Kenner der Szene war jedoch klar, dass diese Nation immer zu den Favoriten gehört. Wir hatten im ersten Spiel aber mehr mit uns zu kämpfen als mit dem Gegner, sehr nervös und im Angriff sehr fehlerhaft, hatten wir wenig Hoffnung, das Spiel zu gewinnen. Glücklicherweise war die Fehlerquote der Belgier ähnlich hoch. Es war deutlich zu spüren wie wichtig dieses Turnier war. Die Zuschauer zweifelten wohl, dass hier zwei Spitzenteams am Werk waren. Keinem Team gelang es sich abzusetzen, viel zu viele Leinenwürfe verhinderten dies. Zu Beginn der letzten Minute warfen wir ein Tor für die Spieler war es der 6:5 Führungstreffer, in der Realität war es aber das 6:6. Die Spieler glaubten also, auf Zeit spielen zu müssen und ich als Trainer war nach diesem Spielverlauf mit einem Punkt zufrieden. Plötzlich lag der Ball aber noch einmal im Netz der Belgier und wir gewannen etwas glücklich mit 7:6.

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Im zweiten Spiel folgte der Dauerrivale Italien eine Steigerung war aber nicht zu erkennen und Italien nützte die Chancen in den Freiwürfen kaltblütig aus, wir hatten keine Chance und verloren 1:4. Wir waren also schon unter Druck gegen die einzige Clubmannschaft Poitiers. Wer aber in den letzten Jahren an den Weltcups usw. war, weiss wie stark dieses Team geworden ist, deshalb war es alles andere als eine leichte Aufgabe. Poitiers erwischte aber nicht so ein guter Tag und weil wir uns nun steigerten konnten wir mit 6:3 gewinnen. Und da sich die gegnerischen Teams gegenseitig Punkte wegnahmen waren wir plötzlich trotz der Niederlage auf dem zweiten Tabellenrang hinter den souveränen Franzosen.

 

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Im ersten Spiel des zweiten Tages wartete genau das Duell gegen Frankreich. Was folgte war ein wirkliches Spitzenspiel. Geprägt von guter Abwehrleistungen und gekonnt vorgetragenen Angriffe, dass wir Mitte zweiter Halbzeit mit vier zu Null führten war in der Deutlichkeit sicher überraschend und zu hoch. Frankreich versuchte alles, um unsere Mauer zu durchbrechen, wechselte einige Male die Spieler, was aber der Qualität keinen Abbruch tat. Wer mich kennt, weiss, dass ich dies eigentlich nie sage, aber diese Partie war von unserer Seite her fehlerlos, selbst, dass 1 :4 für Frankreich war nicht zu halten der Ball flog so hoch über unsere Abwehr, dass man hoffen konnte, der Ball würde auch über das Tor fliegen, was er natürlich nicht tat.

 

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Mit diesem Sieg war man sicher in den Halbfinals, dies gab uns die Gelegenheit, gegen die jungen Rumänen einiges zu testen, was aber sehr deutlich danebenging. Wir verloren etwas sehr hoch mit 3:9, leidtragende von diesem überraschenden Resultat war Belgien welche ihren Halbfinalplatz an Rumänien abgegeben musste. Die Teams hatten gleich viel Punkte, die Tordifferenz entschied, dass Frankreich gegen Rumänien und Italien gegen die Schweiz spielen musste.

 

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Mit den Halbfinal begann das Turnier erst richtig Die nächsten Stunden sollten unwahrscheinlich viel Anspannung und Emotionen bringen.

Im Halbfinal gegen Italien setzten wir natürlich wieder auf die bewährte Aufstellung, in der Vorrunde hatte man klar gegen die Südeuropäer verloren. Die Anspannung war hoch und das Anspiel verzögerte sich noch, weil eine Brille der Italiener auf Anweisung der Schiedsrichterin nachgeklebt werden musste. Nach Minuten verharren auf dem Feld begann die Partie, wieder sehr druckvoll und nach kurzer Zeit ein Schnellangriff über Links – Tor für die Schweiz, aber die Schiedsrichterin pfiff nur einmal, weder Italien noch wir wussten warum.

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Nach sehr langer Diskussion aller Offiziellen wurde das Tor aberkannt was nach einigen Minuten mit Hilfe eines Dolmetschers den Schweizer Spieler kommuniziert wurde, die Schiedsrichterin wollte vor dem Schuss anscheinend das Spiel unterbrechen, hat es aber nicht getan, wieso das Tor trotzdem nicht gegeben wurde, blieb ein Rätsel. Glücklicherweise gelang ein paar Würfe später trotzdem das 1:0 und endlich wurden auch Freiwürfe verwertet, so dass wir nach der hektischen Startphase das Spiel beherrschen konnte. Mit fünf zu zwei zogen wir in den Final ein. Im Final würden wir weder auf Frankreich treffen, das sich gegen das Überraschungsteam aus Rumänien durchsetzte.

 

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Wer glaubte, dass der Halbfinal schon emotional war und nicht mehr gehen würde sah sich getäuscht: Im Final stand die kleine Schweiz gegen die «grande nation».

 

Aber natürlich war trotzdem der Sieg das Ziel. Auf der anderen Seite stand aber ein Gegner, der sich mit einem sehr grossen Team ein halbes Jahr genau für diesen Moment vorbereitet hat Die Nervosität war auf Schweizer Seite wieder sehr hoch kaum hat die Partie begonnen führte Frankreich mit 2: 0 und das weitere Geschehen in der ersten Halbzeit liess nicht viel Hoffnung aufkommen, die so sichere Abwehr musste plötzlich auch Glück in Anspruch nehmen. Gegen den Spielverlauf gelang aber kurz vor der Pause von rechts der Anschlusstreffer. Nach der Pause kam es noch besser mit dem ersten Angriff erfolgte von links der Ausgleich und drei Würfe später aus der Mitte sogar die Führung. Von jedem Spieler ein Tor und die Partie hat sich gedreht, jetzt mussten plötzlich die Franzosen das Glück in Anspruch nehmen wir dominierten das Spiel, aber auch in der letzten Minute stand es noch nur 3:2 für uns, der letzte Wurf von Frankreich fand den Weg ins Netz zum Ausgleich. Noch eine Chance blieb nach einem Time Out blieb noch ein Spielzug, dieser wurde aber nicht erfolgreich abgeschlossen. Also Verlängerung das Silbergoal musste entscheiden. Die Anspannung wurde immer grösser, aber jetzt waren es die französischen Spieler die gehemmt waren. Auch ihr Trainer bemerkte dies und nahm ein Time Out. Wir schafften es aber besser, aus diesem Unterbruch heraus zu kommen und erzielten das 4: 3 und als kurz darauf durch einen langsamen Ball, der eigentlich nur zum Zeit gewinnen gedacht war, ins Tor kullerte. Mussten die französischen Spieler natürlich Risiko nehmen, wir konnten noch zwei Freiwürfe verwerten und dann blieb nur noch die Freude.

 

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Die Abschlusstabelle:

  1. Schweiz
  2. Frankreich
  3. Italien
  4. Rumänien
  5. Poitiers
  6. Belgien
  7. Deutschland (DNS)

Für die Schweiz spielten: Thomas Häni (Captain), Daniel Fernandes und Mohamed Sherif
Coach: Andy Freiermuth

 

Andy Freiermuth



10. Internationales Turnier von Basel
Samstag, 17. Dezember 2016, 15:40 Uhr

In nur 12 Jahren hat der TCB Basel 10 internationale Turniere organisiert, also ein kleines Jubiläum. Für einmal fiel die Entscheidung das Turnier durchzuführen sehr spät, so erstaunte es auch nicht, dass einige Teams absagen mussten. Im Hinblick auf die Zukunft wurden auch das eine oder andere getestet, es war also bewusst ein sehr familiäres Turnier.

TCB BASEL 2

Die zwei im Teamnamen täuscht ein bisschen, waren doch auch in diesem Team zwei Spieler, welche an der WM im Team der Schweizer Nationalmannschaft tätig waren. Im ersten Spiel mussten wir gegen den Schweizermeister aus Amriswil antreten, die Thurgauer hatten aber ein krankheitsbedingter Ausfall zu verdauen, trotzdem ist natürlich jeder Turnierstart schwierig. Das Heimteam gab sich aber keine Blösse durch kontrollierten Angriff und sicherer Abwehr gewann man die Partie mit 4:0. Im zweiten Spiel musste man gegen das junge Team von Zürich auf den Platz, die Geschichte ist schnell erzählt. Man kam nie in das Spiel und verlor diskussionslos mit 9:4. Gegen Zürich, welche im ersten Spiel positiv überrascht hatten, spielte man wieder konzentriert und hatte das Spiel im Griff auch wenn das Schlussresultat 5:3 enger klingt, als es war. Im nächsten Spiel wartete Magdeburg, erwartungsgemäss war diese Partie von Basel sehr geprägt durch Taktik, welche aber sehr gut umgesetzt wurde, mit 7:3 wurde die Partie gewonnen. Baar welches mit Jugendspieler angetreten war, konnte dem druckvollen Spiel nicht viel entgegensetzen am Ende hiess es 6:1, Im letzten Spiel wartete das Bruderduell gegen TCB Basel 1, da ich als Trainer von beiden Teams anderweitig beschäftigt war, kenne ich das Geschehen fast nur aus Erzählungen, dass zweite Team führte mit 3:1 als TCB Basel 1 aufdrehte. Zu Beginn der letzten Minute stand es 4:4 in diesem Moment bekam ich das Geschehen auch wieder mit. Kurz vor Schluss konnte TCB Basel 1 noch den glücklichen Siegtreffer erzielen, Als dritter qualifizierte man sich klar für die Finalrunde.

TCB Basel 2

In der Finalrunde musste man wieder zuerst gegen die, an diesem Tag stärkeren Zürcher, spielen, diesmal wurde es eng, aber wieder zog man mit 3:4 den kürzeren. Das zweite Spiel war wieder Basel gegen Basel, der Spielplan sorgte dafür, dass auch diesmal der Trainer nicht anwesend war. In diesem Duell war aber die erste Mannschaft mit 6:3 etwas deutlicher der Sieger. Der Zufall wollte es, dass das letzte Spiel das Spiel um Platz drei war, wieder musste gegen Magdeburg taktisch gespielt werden, aber mit 6:0 wurden diese Vorgaben auch umgesetzt. Der dritte Schlussrang war das verdiente Resultat. Das erste und das letzte Spiel wurden zu null gewonnen, trotzdem war die Abwehr wohl der Knackpunkt, dass es nicht weiter nach vorne reichte.

 

Zürich Lions

Zürich Lions

 

 

TCB BASEL 1

Die Aufstellung von diesem Team ergab sich daraus, dass genau diese Spieler eine Woche später die Schweiz in Nizza vertreten werden.

Im ersten Spiel gegen die jungen Baarer war nur der Start etwas harzig aber ohne wirklich aufzudrehen, gewann man die Partie sicher mit 8:1. Baar überzeugte jedoch im weiteren Verlauf vom Turnier sehr. Im zweiten Spiel folgte aber schon ein Dämpfer. Der Angriff kam nicht auf Touren und so verlor man gegen Magdeburg verdient mit 2:3. In der dritten Runde gegen Zürich fand man in der zweiten Hälfte zu einem sehr druckvollen Spiel und gewann mit 9:4. Diese Spielweise führte man gegen Amriswil weiter, auch gegen die Thurgauer gewann man 7:1. Jetzt wartete das jüngere Zürcher Team, welches noch keine Partie verloren hatte. Aber jetzt war man aufgewacht und die Taktik wurde leicht umgestellt. Im Spiel ergab es sich, dass sehr viel Druck über die Mitte ausgeübt wurde, gleich dreimal war der Basler Mittelspieler erfolgreich, das Schlussresultat von 6:3 war auch in dieser Höhe verdient. Die Geschichte gegen Basel 2 wurde schon erzählt und vom knappen Sieg mit 5:4. In die Finalrunde konnte man als Vorrundensieger einziehen. Aber nur knapp vor den Verfolgern.

 

TCB Basel 1

Im ersten Spiel der Finalrunde gegen Magdeburg wiederholte sich die Geschichte, mit diesem Gegner kam man einfach nicht klar, auch als man in der letzten Minute noch den einen Punkt retten wollte, schaffte man dies nicht, mit letzten Wurf verloren wir 1:2. Damit war wieder alles offen, zu diesem Zeitpunkt führten plötzlich Zürich. Die Geschichte vom zweiten Finalspiel wurde auch schon erzählt, man holte gegen Basel 2 zwei wichtige Punkte. Im letzten Spiel ging es also um den Turniersieg. Zürich würde ein Unentschieden reichen, wir mussten gewinnen. War es die Nervosität oder dass nun unser Angriff nicht mehr über die Mitte, sondern von aussen kam, vielleicht auch etwas Anderes, auf jeden Fall wurde Zürich überfahren in der Halbzeit schien die Partie schon entschieden. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte man ruhig und hatte die Partie mit 6:1 sicher in der Hand, aber in den letzten beiden Minuten verlor man den Faden mit individuellen Fehlern und Würfen an die Leine brachte man die Zürcher zurück ins Spiel am Schluss erzitterte man sich ein 6:5 Sieg. Der Sieg war sicherlich verdient, aber man tat sich schwerer als nötig. Am Schluss wurde das Turnier mit dem besten Angriff und der besten Abwehr gewonnen. Und der erste Schritt für Nizza war gemacht, eine Steigerung wird aber noch nötig sein.

Das Turnier wurde mit einem sehr familiären Abend zum Teil bis sehr spät in die Nacht abgeschlossen.

An dieser Stelle noch ein grosser Dank an alle Helfer, Euer Einsatz war toll.

TCB Basel 1: Daniel (18), Mohamed (10), Thomas (21)

TCB Basel 2: Christoph (19), Gregor (7), Viktor (16)

Coach: Andy Freiermuth

 

Schlusstabelle

1 TCB Basel 1 9 50 26 24 14
2 Zürich Lions 9 46 30 16 13
3 TCB Basel 2 9 42 31 11 10
4 Magdeburg 9 31 32 -1 8
5 Baar 8 27 49 -22 7
6 Zürich 8 27 36 -9 5
7 Amriswil 8 18 37 -19 3

Andy Freiermuth



lettre publique
Freitag, 25. November 2016, 18:10 Uhr

Chers membres d’ANICES,
chers organisateurs du tournoi des nations,

 

L’équipe nationale allemande de torball vous remercie encore une fois pour l’invitation au tournoi des nations à Nice. Nous avons jusqu’au dernier moment essayé de contourner la grève de la Lufthansa mais malheureusement c’était trop difficile à organiser en si peu de temps.

Comme nous sommes très intéressé à la future de torball et nous aimerions – avec nos amis français et d’autres nationalités – pratiquant ce sport, faire tout notre possible pour rendre le torball plus attractive pour tous et de le soutenir et de fêter des tournois aussi grands comme celui d’aujourd’hui chez vous. Ainsi nous aimerions avoir accès au protocole de la réunion et de nous échanger avec vous pour tout ce qui concerne le future du torball.

Sportivement nous sommes très triste aussi, sachant que les compétitions entre nations et ainsi de moyens de se comparer sont rares. Encore une fois mille mercis aux organisateurs. Nous savons tous combien de travail l’organisation d’un tel tournoi signifié.   Ne laisser vous pas décourager par notre non-participation au dernier moment. Nous voulions tant vous revoir à une autre occasion soit à Nice soit en Allemagne. Nous vous souhaitons que ce tournoi se passe très bien, qu’il y aura plein de beau matchs et que vous pouviez faire beaucoup de nouveau contacts amicaux pour que le future du torball est assuré.

 

Salutations sportives

 

Les torballeurs Allemandes (pas uniquement les joueurs d’équipe nationale)

Elke Averesch

 



Offener Brief an die Organisatoren des Nationencups in Nizza
Freitag, 25. November 2016, 18:07 Uhr

Liebes Team von Nizza, sehr geehrte Organisatoren

die deutsche Nationalmannschaft bedankt sich nochmals herzlich für die Einladung nach Nizza. Auch wenn wir bis zuletzt alle Möglichkeiten durchgerechnet und versucht haben, war es uns kurzfristig leider nicht möglich den Lufthansastreik zu umgehen. Uns ist an der Zukunft des Torballsportes sehr viel Gelegen und wir möchten gemeinsam – mit unseren französischen Torballkollegen und allen anderen Nationen einen Weg finden, den Torballsport für alle attraktiv zu beleben, zu fördern und genau solche großen Turniere gemeinsam zu feiern. Daher würden wir uns über ein Protokoll der Besprechung freuen und bleiben gern mit Ihnen im Austausch. Sportlich tut es natürlich auch weh, sind doch die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Nationen selten. Auch im Voraus, Dank an den Organisator, wir wissen alle, was für eine Arbeit von Nöten ist, um so ein Turnier auf die Beine zu stellen. Lassen Sie sich durch unsere Absage nicht entmutigen, wir sehen uns gern nochmal in Nizza und auch in Deutschland wieder. Wir wünschen einen tollen Turnierverlauf, mit vielen guten Spielen.

Wir freuen uns über viele, freundschaftlich geknüpfte Kontakte und über eine gemeinsame Zukunft für den Torballsport.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Ihre und Eure, Torballer aus Deutschland, nicht nur die Nationalmannschaften

 

 David Georgi



Weltmeisterinnen und Vize-Weltmeister müssen zu Hause bleiben!
Freitag, 25. November 2016, 18:00 Uhr

Arbeitskampf bremst Deutsche Torball-Nationalmannschaft aus

An diesem Wochenende, 25.11.16 – 27.11.16 findet in Nizza das erste Torball-Nationenturnier statt. Neben den französischen Meistern aus Nizza (Damen) und Poitiers (Herren) treten die Nationalmannschaften (Damen und Herren) aus Italien, Schweiz, Rumänien sowie die Gastgeber aus Frankreich gegeneinander an. Auch die Deutschen Torballnationalteams (Damen und Herren) hatten ihre Teilnahme zugesagt.

Am Mittwoch 23.11.16 meldeten die Nachrichtenagenturen: Arbeitskampf bei Lufthansa – Piloten treten in den Ausstand. Die Hoffnung, dass es sich hier um eine, auf 24 Stunden  begrenzte Maßnahme handeln könnte, schwand noch am selben Abend. Das Hessische Landesarbeitsgericht bestätigte die Rechtmäßigkeit des Ausstandes und gab der „Piloten-Vereinigung Cockpit“ (VC) recht. Unmittelbar danach verkündete VC, dass der Arbeitskampf auch auf die kommenden Tage ausgedehnt werde. Jetzt war klar, dass alternative Reisemöglichkeiten gesucht werden mussten.

Lufthansa + Krisenmanagement = Chaos

Die Lufthansa ließ über die Nachrichten vermelden, dass möglichst viele Passagiere auf andere Gesellschaften umgebucht werden sollten! Hier klaffte zwischen Lufthansa-Krisenmanagement und der Umbuchungs-Realität eine riesige Lücke: Lufthansa-Homepage überlastet; Service-Hotline überlastet. Das Reisebüro, über das die Flüge gebucht wurde, hatte ebenfalls keine Chance mit der Fluggesellschaft in Verbindung zu treten. Auch hier waren sämtliche Kommunikationskanäle zusammengebrochen. Bis zum Vorabend der geplanten Abreise an die Côte d’Azur wurde trotzdem unter Hochdruck nach Reisealternativen gesucht – leider erfolglos. Somit stand am späten Donnerstagabend fest: Wir müssen schweren Herzens die Teilnahme am Nationenturnier absagen!

Bedauern und Resignation

„Wir bedauern sehr, dass wir nicht nach Nizza reisen können.“ sagte der Aktivensprecher der Herren-Nationalmannschaft, David Georgi und fügte resigniert hinzu: „Wir wissen, was es heißt, wenn  so kurzfristig die Organisation eines solch großen Events über den Haufen geworfen wird. Wenn unsere Absage auch auf höhere Gewalt zurückzuführen ist: Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten, die den Organisatoren dadurch entstehen!“

Auch der Cheftrainer der Herren-Nationalmannschaft, Hans-Dieter Weidner zeigte sich frustriert: „Wir hatten im Vorfeld der Veranstaltung eine hervorragende und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Organisatoren vor Ort. Der örtliche Torball-Klub hat mit dem Nationen-Turnier eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die sich vor keiner EM oder WM verstecken muss. Wir hatten richtig Bock dorthin zu fahren. Für meine Mannschaft und mich wäre es ein toller Jahresabschluss gewesen.“

Der Organisator des Turnieres, Sébastien Filippini (ANTHV), bedauerte die Absage: „Die Deutsche Nationalmannschaft war das erste Team, dass seine Teilnahme zugesagt hatte und damit auch ein positives Signal an die weiteren Nationen sendete, nach Nizza zu kommen. Es ist absolut schade, dass der amtierende Weltmeister (Damen) und der Vize-Weltmeister (Herren) nicht teilnehmen können. auch wir haben bis zuletzt versucht, mit der Unterstützung unserer Sponsoren eine Lösung zu finden, mussten dann aber auch vor den Gegebenheiten kapitulieren.“

Markus Schönbach