Deutscher Meister sind die Torballer des ISC Viktoria Kirchderne im März geworden. Das Weltpokal-Finale in Italien steht an. Nur: Den blinden Hobbysportlern fehlte das Geld für die Reise. Die Tour wird jetzt doch noch möglich – nach „einer Welle der Solidarität“. Vorausgegangen war ein Gespräch „unter vier Augen“, das der Vereinschef Hasan Caglikalp mit Ex-MdL Bodo Champignon (AWo Kirchderne) führte. Caglikalp, selbst Spieler im Torballerteam, schilderte den Engpass in der Kasse der sehbehinderten Sportler. Die Reise nach Teramo war gefährdet. Und Champignon hängte die Sache an die große Glocke – hier genau das Richtige. Denn nicht nur die AWo setzte Hebel in Bewegung. Auch die Stadt Dortmund wurde initiativ. Parteien, Vereine, Künstler und Kaufleute machten mit – bei der „Woche der Solidarität“, die jetzt mit einer Spendengala in der Aula des Heisenberg-Gymnasiums (Eving) ihren Höhepunkt fand. „Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Danke euch allen!“, so Samstagabend Hasan Caglikalp. Da war die Gala noch nicht vorbei. Aber es stand bereits fest, dass das Geld zusammenkommen würde: „Glück auf, viel Erfolg im Finale!“, sagte Bodo Champignon, der die hervorragend besuchte Gala moderierte. Der gute Besuch war für die Spendenaktion quasi die halbe Miete: Eintrittsgelder und Einnahmen aus dem Verzehr kamen den Torballern zugute. Und ein wichtiger Beitrag zum Gelingen war, dass bekannte Künstler ohne Gage auftraten. Dabei: Kabarettisten des „Geierabend“-Ensembles, die auch hier mit schrägen Charakteren für Lacher sorgten (u.a. „AWo-Oppa“, „Lilli und Lotti“, „Miss Annen“). Später: Entertainerin Tirzah Haase, Travestie-Show „Grace Royal“ und Sängerin Evelyn. Zwischendurch betraten Unterstützer die Bühne: Markus Scheffler, auch Vize-Bezirksbürgermeister in der BV Scharnhorst, überreichte stellvertretend für die Franz-Zimmer-Siedlergemeinschaft einen Scheck von 900 Euro. Zusammen mit den 250 Euro, die Peter Szymkowiak im Auftrag einer Fördergemeinschaft aus SPD und Fidelio Derne überreichte, war die Tausender-Marke früh am Abend geknackt. Weitere Spenden folgten – oder waren bereits in den letzten Tagen geflossen. Nur ein Beispiel: Die Einnahmen eines ganzen Arbeitstages stellte etwa ein Friseursalon zur Verfügung. „Unsere Gesellschaft ist längst nicht so materialistisch, wie mitunter angenommen wird“, meinte in ihrem Grußwort Bürgermeisterin Birgit Jörder. Eine „Welle der Solidarität“ sei von Kirchderne aus in die Nachbarorte geschwappt. Und Jörder konnte den Sportlern zudem verkünden: In zwei Wochen erfolge der erste Spatenstich für den Bau eines Fußballplatzes für Blinde an der Derner Straße. Den Platz können sie beim ISC Viktoria gut gebrauchen: Neben der Wurfsportart Torball, die in der Halle ausgetragen wird, spielen sie auch Blindenfußball im Freien. Im Torball sind sie Champions – wurden zwei Mal Deutscher Meister (2007, 2010). Vielleicht bald auch Weltpokalsieger. Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.
Christian Chmel für die WAZ Dortnund
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-ost/Gala-ebnet-den-Weg-nach-Italien-id3591747.html
Es ist für uns alle noch immer unfassbar, dass Dieter Grundmann am 06. Juli im Alter von 72 Jahren gestorben ist. Seit 1977 leitete er als Mitbegründer des Blinden und Sehbehinderten Sportvereins Dortmund in aufopferungsvoller und umsichtiger Weise die Geschicke seines Vereins. Darüber hinaus galt sein Engagement der Entwicklung des Blindensports im Allgemeinen, die er durch seine Mitarbeit im Fachausschuss “Blindensport” im BSNW 10 Jahre lang beeinflusste.
Dieter Grundmann war einer der erfolgreichsten Blindensportler Deutschlands. Mit 19 Jahren schloss er sich der Blindensportgruppe der VSG Dortmund von 1951 an. Als er 1995 seine leichtathletische Laufbahn beendete, hatte er mehr als 100 “Deutsche Meistertitel” im Kugelstoß, Diskuswurf und im Fünfkampf errungen. Hinzu kamen unzählige Siege im Schwimmen und im Skilanglauf. Seine größten Erfolge waren die Siege zur Goldmedaille im Kugelstoß bei der Behindertenolympiade 1976 in Toronto und die Goldmedaille 1980 mit der Goalballmannschaft in Arnheim. 1986 wurde er im Kugelstoß Dritter bei der Weltmeisterschaft in England. Von der erfolgreichen Teilnahme am Wasa-Lauf in Schweden sowie vielen Halbmarathon und Marathonläufen zeugen zahlreiche Pokale und Urkunden.
Dieter Grundmann war stets ein vorbildlicher, disziplinierter und fairer Sportler mit einem natürlicher Ehrgeiz und festem Willen zum Erfolg. Mit diesen Eigenschaften gelang es ihm auch den BSSV Dortmund und seine Mitglieder zu einer großen erfolgreichen Familie zusammenzuschweißen. Wir werden ihn sehr vermissen, und im ehrenden Andenken es als Verpflichtung sehen, den Blinden und Sehbehinderten Sportverein in seinem Sinn weiterzuführen.
Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau Helga und seinen Kindern.
Karl-Heinz Lauer
Zum internationalen Damentorballturnier in Innsbruck trafen an diesem Wochenende die Dortmunder Damen mit Verstärkung aus Nürnberg auf Mannschaften aus ganz Österreich und Deutschland. Da dem Trainer Helge Bröckelmann nur 3 Damen seiner Mannschaft zur Verfügung standen, verstärkte er sein Team durch eine junge aber sehr talentierte Spielerin aus Nürnberg. „Die erst 16 jährige Ashley war in mehreren Spielen unserem Team eine echte Hilfe, aber leider ist die Entwicklung der gesamten Mannschaft noch nicht soweit, dass es sich mit den besten Mannschaften Deutschlands oder Österreichs messen kann,“ so der Trainer. Trotz eines guten Starts im ersten Spiel gegen den deutschen Vizemeister und einer drei zu null Führung wurde das Spiel in der 2. Halbzeit noch mit fünf zu vier gegen den späteren Zweitplatzierten verloren. Auch eine eins zu zwei Pausenführung gegen Tirol I konnte nicht genutzt werden und somit war die Ausgangslage für die bevorstehenden Spiele umso schwieriger. Leider fanden die Damen nach den ersten unglücklichen Niederlagen nicht mehr in ihr Spiel und somit endete das Turnier relativ enttäuschend auf Platz sieben mit 0:12 Punkten und 15:37 Toren. Das Torverhältnis spiegelt dabei leider nicht die Abwehrleistung der Mannschaft wieder, da sämtliche Strafwürfe abgewehrt wurden und sich die Abwehr im Allgemeinen verbessert hat. Auch das Spielen mit einer Spielerin, die noch nie mit der Mannschaft trainieren konnte hat sicherlich zu einigen Toren geführt und etwas Unruhe in die Mannschaft gebracht. „Für unsere Spielerinnen ist es enorm wichtig Turniererfahrung zu sammeln und zu versuchen das Können aus den Trainingseinheiten mit in einen Wettkampf zu nehmen. Außerdem hat der BSSV viele neue Sportsfreunde in Innsbruck kennen gelernt und alte wieder getroffen, so dass trotz des sportlichen Misserfolges ein positiver Effekt übrig und in Erinnerung bleibt“, freut sich das gesamte Team. Turniersieger und mittlerweile ein Abo für den Sieg, die Mannschaft aus Vorarlberg die mit 12:0 Punkten und 58:14 Toren klar der Favoritenrolle gerecht wurde.
Abschlusstabelle:
- Vorarlberg
- München/Stuttgart
- Graz
- Tirol I
- Wien
- Tirol II
- Dortmund/Nürnberg
Freitag, 11.06.2010
Um ca.10:00 Uhr trafen sich Andy Freiermuth, Fabian Schächteli, René Kuster und Silvan Spycher Im Bahnhof Basel SBB. Ergänzt wurde das Team durch Kurt Halbheer. Mit dieser Besetzung bestritt der TCB Basel vor einigen Jahren sein erstes internationales Torball-Turnier in Turin. Diesmal ging es nach Magdeburg.
Pünktlich fuhr der Zug nach Braunschweig ab, doch je länger die Fahrt dauerte umso mehr Verspätung handelte sich der ICE ein. Schliesslich stiegen wir wegen der Verspätung nicht in Braunschweig um, sondern fuhren weiter bis Wolfsburg. Ein halbstündiger Aufenthalt ermöglichte uns wenigstens gedanklich uns die Volkswagen-Werke vorzustellen.
In Magdeburg kamen wir um ca. 18:00 Uhr mit rund einer Stunde Verspätung an. Trotzdem klappte der Taxidienst zum Hotel reibungslos und nach kurzer Einquartierung im Hotel marschierten wir zum jährlichen Stamm-Italiener, damit wir uns die hungrigen Mägen füllen konnten. Wie immer schmeckte das Essen hervorragend und nach einem Dessert und der Rechnungsbegleichung gingen wir zurück ins Hotel.
Samstag, 12.06.2010
Nach einem kurzen Frühstück die Teams mit diversen Fahrzeugen im Hotel abgeholt und zur Halle gebracht. Schliesslich wurde an diesem Tag ja das Internationale Torball-Turnier in Magdeburg durchgeführt. Mit 12 Herren- und 3 Frauen-Teams war dieses Turnier einmal mehr sehr vielfältig besetzt.
Im ersten Spiel traf der TCB Basel auf Wien. Eine vermeintlich sichere Angelegenheit. Aber weit gefehlt. Ein schwaches Spiel, wenig Engagement, viele Eigenfehler und mangelnde Treffsicherheit führten dazu, dass der TCB Basel nur knapp und am Schluss eigentlich glücklich, 3 zu 2 gewinnen konnte. Was wohl keiner zu diesem Zeitpunkt dachte, dass sich das Spielverhalten des TCB Basel an diesem Tag nicht gross ändern würde. Die nächsten Spiele gingen im gleichen Sinne weiter. Gegen München trennte sich der TCB 1 zu 1 und Augsburg konnte mit 4 zu 2 bezwungen werden.
Mit Wasland wartete nun ein Gegner auf den TCB, welcher von unserem Coach deutlich stärker eingestuft wurde, als die bisherigen Gegner. In diesem Spiel konnte der TCB seine Leistung ein bisschen steigern und das Spiel wurde nach anfänglichem Rückstand mit 5 zu 2 nach Hause gebracht.
Gegen Nürnberg wollte der TCB sein spielerisches Niveau weiter steigern. Doch leider fiel man wieder an die Anfangszeiten des heutigen Tages und schon fast an die Anfangszeiten des TCB Basel zurück. Gegen eine Mannschaft, die an diesem Tag problemlos zu schlagen gewesen wäre, verlor der TCB mit 4 zu 6.
Im Spiel gegen den Gastgeber Magdeburg Trennte man sich 1 zu 1. Der TCB spielte schlecht und gewann einen Punkt. Dies das einzig positive an diesem Spiel.
Mit Mol und TCB spielten dann zwei Mannschaften gegeneinander, die an anderen Turnieren schon wesentlich bessere Leistungen zeigten. Mol war nicht mit der stärksten Mannschaft angereist, spielte aber trotzdem gutes Torball. Basel hingegen konnte aber nie an seine besseren oder gar besten Leistungen anknüpfen. Mit viel ‘Chrampf’ gewann der TCB dieses Spiel schliesslich 4 zu 2.
Und weiter ging’s mit einer bescheidenen Vorstellung des TCB Basel gegen St. Pauli. Auch in diesem Spiel konnten die Spieler die Anweisungen ihres Coachest nicht umsetzen. Dass es schliesslich doch zu einem 3 zu 1 Sieg reichte, war mehr Glück als Verstand.
Der nächste Gegner war Wilhelmshaven. Wie oft hatte man gegen diese Mannschaft schon verloren. Eine Mannschaft die einen ‘Stammspieler’ der älteren Generation hat und eigentlich mehrheitlich die Turnierteilnahmen als Trainings-Möglichkeit nutzt. Eine zusammen gewürfelte Mannschaft, die der TCB einfach schlagen muss. Doch weit gefehlt. Das Spiel ging mit 1 zu 4 verloren. Dieses Spiel führte wohl dazu, dass der Coach am nächsten Tag Muskelbeschwerden im Nacken und in den Armen hatte. Dies auf Grund des ewigen Kopfschüttelns und Hände verwerfens.
Nachdem nun die Chancen auf einen Podestplatz auf praktisch Null gesunken waren, stand mit Dortmund ein starker Gegner bevor. Endlich spielte nun auch der TCB Torball. Ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel entwickelte sich und endete schliesslich mit einem verdienten 6 zu 3 Sieg für den TCB Basel.
Im letzten Spiel traf der TCB auf Borxdorf. Das stärkste Team an diesem Tag. Basel ging mit 2 zu 0 zu locker in Führung. Leider konnte der TCB diese Führung nicht lange halten und nach und nach gab man das Spiel aus den Händen und lag 2 zu 4 zurück. Mit Kampf und Ehrgeiz gelang dem TCB schlussendlich doch noch der 4 zu 4 Ausgleich.
Mit einem glücklichen, eigentlich unverdienten 3. Schlussrang konnte der TCB Basel mehr als zufrieden sein.
Sonntag, 13.06.2010
Nach einem kleinen Frühstück holte uns das Taxi vom Hotel ab und brachte uns zum Bahnhof von Magdeburg. Dort deckten sich Spieler und Coach noch mit Verpflegung ein, damit die Heimreise überstanden werden konnte. Pünktlich kam der ICE kurz vor 16:00 Uhr in Basel SBB an und das Unternehmen ‘Internationales Torball-Turnier Magdeburg 2010′ wurde beendet.
René Kuster
Am Freitagnachmittag den 11. Juni begann nicht nur die Fußball-Weltmeisterschaft, sondern machten sich auch unsere Torballer nach Magdeburg auf. Das Wochenende begann schon einmal mit Verspätungen, so dass wir letztendlich getrennt wurden und nur kleckerweise in Magdeburg eintrafen. Aber am nächsten Morgen verlief dann zunächst erst einmal alles ziemlich glatt. Wir wurden pünktlich in die Halle gefahren. Wir machten unser erstes Spiel gegen Wilhelmshaven und gewannen. Aber der Reihe nach.
Beim 20. internationalen Torballturnier in Magdeburg nahmen 12 Mannschaften aus 4 Ländern teil. Belgien, Deutschland, Österreich und Schweiz. Es spielte jeder gegen jeden. Es wurde in leicht modifizierter Form gespielt. Ohne Pause und Seitenwechsel 8 statt 10 Minuten.
Wir durften gleich wieder gegen unseren Lieblingsgegner aus Wilhelmshaven ran, was immer ein besonders brisantes Duell ist. Wir gerieten prompt in Rückstand, konnten aber schnell den Ausgleich markieren. Dann setzten wir uns Minute für Minute ab, bis wir 4:1 in Führung lagen. Danach kamen die Nordseestädter um Wolfgang Noltemeier noch einmal etwas auf, und verkürzten auf 3:4, bis es uns zu bunt wurde und wir noch das 5:3 nachlegten.
Unser nächster Gegner war die Mannschaft aus Mol in Belgien. Hier gab es ein wirklich sehr spannendes und ausgeglichenes Spiel. Wir konnten zunächst in Führung gehen, mussten dann aber 2 Tore hinnehmen. Doch dann stach unser Joker, den wir einwechselten. Er erzielte 45 Sekunden vor Schluss das 2:2 Doch dann wollten wir unbedingt die Entscheidung erzwingen, was uns gar nicht gut bekam. Denn wir hauten einen Ball in die Leinen und bekamen einen Strafwurf gegen uns. Diesen verwandelten die Moler mit dem letzten Wurf des Spiels zum 3:2 Sieg. Abhaken und weiter machen. Als nächstes ging es gegen Waasland, ebenfalls aus Belgien. Auch dieses Spiel hielten wir die ganze Spielzeit offen. Hier geschah uns nur ein Missgeschick anderer Art, das uns dann auch den Sieg kostete. Wir überhörten nach einem Time out die Ansage noch 10 Sekunden und bekamen so einen Teampenalty. Diesen verwandelten die Belgier. Aber dennoch freuten wir uns am Ende über ein 3:3. Weniger gut lief es dann gegen Dortmund. Hier liefen wir die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher und verloren am Ende verdient mit 2:5. Gegen Wien lief es wieder wesentlich besser. Die Hauptstädter unseres Nachbarn hatten eine unheimlich gute Abwehr. Sie war nur sehr schwer zu überwinden. Aber dennoch schafften wir es gleich drei Mal. Was zur Folge hatte, dass wir das Spiel überraschend mit 3:2 gewannen.
Doch dann war irgendwie die Luft raus, und der Wurm drin. Wir kämpften danach mit den Widrigkeiten des Spiels und des Gegners. Denn von nun an, wollten uns keine Siege mehr gelingen. Am Ärgerlichsten war die Niederlage mit 1:3 gegen den Schweizer Vizemeister Basel, den wir das gesamte Spiel über weitgehend im Griff und am Rande einer Niederlage hatten. Bis 50 Sekunden vor Schluss hielten wir ein 1:1. Doch dann? Ja was war das eigentlich. Ein Aufsetzer, ein Strafwurf, und schon hatten die Schweizer eins, zwei, drei gewonnen. Hier mussten wir wieder feststellen, dass wir bis an die Spitze doch noch einiges an Weg zurück zu legen haben. Vor allem auch an Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit, um die uns viele Gegner noch überlegen waren. Aber wir werden kräftig an diesen Dingen arbeiten, damit wir beim nächsten Mal wieder erfolgreich angreifen können. Trotz allem hatten wir viel Spaß und eine Menge gelernt. Wissen wir doch jetzt, dass wir langsam näher kommen, aber auch noch eine ganze Menge tun müssen, um so ein Turnier einmal in den vorderen Positionen zu beenden. Wir bleiben am Ball!!!
Platzierung der Herrenmannschaften:
1. Borgsdorf, 2. Magdeburg, 3. Basel, 4. Dortmund, 5. Mol, 6. Wien, 7. München, 8. Nürnberg, 9. Wilhelmshaven, 10. Augsburg, 11. Waasland, 12. St. Pauli
Übrigens fand auch ein Damenturnier statt. Leider konnten unsere Deutschen Meisterinnen nicht daran teilnehmen, da zwei von ihnen aus privaten Gründen verhindert waren. Das war besonders schade, da so nur drei Teams die Medaillenplätze untereinander ausmachen mussten. Wir sind überzeugt, dass unsere Mädels auch hier den Vogel abgeschossen hätten. Zumindest einen der drei Medaillenplätze hätten sie belegt. Die Damen spielten im Übrigen viermal gegeneinander, um auf eine ordentliche Anzahl von Spielen zu kommen. Also Frauen ran an den Torball!!!
Das Damenturnier gewannen die Gastgeberinnen aus Magdeburg vor Mol und Dortmund.
Zum Schluss möchten wir uns noch beim gastgebenden Verein, MSV Magdeburg, für die Einladung zu diesem hervorragend organisierten Turnierwochenende bedanken.
Stefan Mörs
Beim ersten Auftritt nach der DM musste Trainerin Anja Lauer auf drei „Strammspieler“ verzichten, so dass Andreas Schmitz, Carsten Bender und Toni Monirji beim international besetzten Turnier die Gelegenheit bekamen viel Spielpraxis zu sammeln. Außerdem wurde das Team von Marc Fälker unterstützt.
Das aus zwölf Mannschaften bestehende Teilnehmerfeld wurde zunächst in zwei Gruppen unterteilt, Dortmund landete in der Gruppe B.
Dort bekam man es im ersten Spiel mit einer hessischen Spielgemeinschaft zu tun. Nach einem anfänglichem Rückstand erreichte das Team durch zwei Tore von Carsten Bender jedoch ein Leistungsgerechtes unentschieden. Im zweiten Spiel trafen die Dortmunder auf das Team B des Gastgebers, die relativ gut kontrolliert werden konnten und mit 2:1 besiegt wurden. Nach dem gelungenem Start folgte dann jedoch eine ernüchternde Niederlage gegen den späteren Turniersieger aus Brüssel. Mit einem variantenreichen sowie schnellem Angriffsspiel setzten die Belgier die Schwarz-Gelben ständig unter Druck und trafen ohne einen Gegentreffer zu kassieren gleich 5 mal ins Dortmunder Tor.
Die Dortmunder Spieler erholten sich jedoch von dieser deutlichen Niederlage gut und konnten gegen Venedig einen ungefährdeten 3:0 Sieg einfahren. In diesem Spiel konnten sich gleich drei Spieler in die Torschützenliste eintragen.
Im letzten Gruppenspiel gegen die Mannschaft aus dem französischen Poitiers konnten die Dortmunder im Angriff keinen Druck aufbauen und verloren durch zwei Abwehrfehler 0:2. Dies bedeutete, dass in der Zwischenrunde lediglich um die Plätze 5 - 8 gespielt wurde.
Im ersten Spiel der Zwischenrunde traf man auf das belgische Team aus La Louviere. Auch in diesem Spiel konnten Carsten Bender und Toni Monirji die gegnerische Abwehr lange nicht überwinden und so war es vor allem den zwei Toren von Center Andreas Schmitz zu verdanken, dass dieses Spiel 3:1 gewonnen werden konnte. Ein Sieg in der siebten Begegnung des Turniers hätte bedeutet, dass die Dortmunder im Finalspiel um den 5. Platz gespielt hätten. Da jedoch im sehr umkämpften Spiel gegen Mol A zu viele Bälle in die Arme des starken belgischen Centers gespielt wurden, wurde das Spiel knapp mit 2:1 verloren.
So ging es im abschließenden Spiel gegen die SG Hessen lediglich um Platz 7. Nach leichten Startschwierigkeiten konnte Carsten Bender dreimal sowie Toni Monirji einmal die hessische Abwehr um Center Markus Schönbach überwinden. Das spiel endete 4:3 für Dortmund.
Nach vier Siegen, einem unentschieden und drei Niederlagen, bei einem ausgeglichenem Torverhältnis von 15:15 belegten die Dortmunder in der Abschlusstabelle Platz 7. Wie so häufig waren die Dortmunder mit der gezeigten Abwehrleistung sehr zufrieden, doch wurden im Angriffspiel zu wenige Tore erzielt.
Nach einem sehr gelungenen Turniertag fand an einem lauen Frühsommerabend die viersprachige Siegerehrung unter freiem Himmel statt. Neben den Platzierung wurden auch Preise für den jüngsten Spieler (15 Jahre Vige Mol) und den ältesten Spieler (75 Jahr Vige Mol) vergeben. Es stellte sich heraus, dass letzterer im Turnier ein Tor erzielt hatte und dies sogar gegen die „starke“ Dortmunder Abwehr.
Am nächsten Wochenende treffen sich die Traditionsclubs aus Mol und Dortmund bereits wieder, diesmal verstärkt durch ihre jeweiligen Damenteams beim internationalen Torballturnier in Magdeburg.
Abschlusstabelle
1. Brüssel (B)
2. Lisieux (F)
3. Poitiers (F)
4. Langenhagen (D)
5. Mol A (B)
6. La Louviere (B)
7. Dortmund (D)
8. SG Hessen (D)
9. Bergamo (I)
10. Venedig (I)
11. Mol B (B)
12. Augsburg (D)
Am 4. Juni 2010 machte sich die SG Hessen Richtung Mol auf, um dort das 12. internationale Torballturnier zu bestreiten.
Zunächst wurde in zwei 6er-Gruppen gespielt. Im ersten Spiel des Tages bekam es die SG Hessen gleich mit dem BSSV Dortmund zu tun. In einem spannenden Spiel, in welchem die Hessen zweimal in Führung gingen, trennte man sich letztendlich verdient mit 2:2. Im zweiten Spiel konnte Venedig souverän mit 5:1 geschlagen werden. Im dritten, richtungsweisenden Spiel, trafen die Hessen auf Poitiers, die bereits unter Zugzwang standen, da sie eines der Spitzenspiele gegen Brüssel verloren hatten. Die Hessen gingen konzentriert ans Werk und sicherten zunächst die Abwehr. Durch zwei sehenswerte Treffer von Markus Schönbach konnten sie mit 2:0 in Führung gehen. Den Franzosen gelang in der letzten Minute lediglich der Anschlusstreffer, so dass das Spiel 2:1 gewonnen wurde. Im vierten Spiel des Tages traf man auf Brüssel. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht auf beiden Seiten. In der letzten Minute gelang dem Team aus Brüssel jedoch durch einen sehenswerten Sprungball der Siegtreffer zum 1:0. Im Abschlussspiel der Gruppenphase hatten es die Hessen mit einem Sieg gegen Mol B selbst in der Hand, in die Zwischenphase der ersten 4 Teams einzuziehen. In diesem Spiel wuchs Mol B über sich hinaus und versenkte 2 sensationelle Springbälle ins Tor der Hessen. Trotz redlicher Bemühungen gelang nur noch der Anschlusstreffer.
Brüssel führte somit die Gruppe an vor Portiers, SG Hessen, BSSV Dortmund, Venedig und Mol B.
Die andere Gruppe gewann Lisieux vor Langenhagen, La Louviere, Mol A, Bergamo und Augsburg.
In der Zwischenrunde wurden drei 4er Gruppen gebildet, und zwar Brüssel, Poitiers, Lisieux und Langenhagen spielten in der ersten Gruppe, in der zweiten Gruppe spielte die SG Hessen, BSSV Dortmund, La Louviere und Mol A, und in der dritten 4er Gruppe spielten Venedig und Mol B, sowie Venedig und Augsburg.
Im ersten Spiel der Zwischenrunde trafen die Hessen auf den Gastgeber Mol A. Auch hier schenkten sich beide Teams nichts, so dass sich ein munteres Angriffsspiel ergab. Mit dem letzten Wurf verwandelte Mol A einen Penalty zum schmeichelhaften 2:1 Sieg. Auch gegen La Louviere war das Glück den Hessen nicht hold. Trotz einer kämpferischen Leistung unterlag die SG mit 1:2, tragischerweise wieder mit dem letzten Wurf.
Im Spiel um Platz 7 trafen die Hessen, wie zu Beginn des Turniers, auf Dortmund. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, in welchem die Hessen mit 1:0 in Führung gingen. Die Dortmunder glichen aus und gingen ihrerseits kurze Zeit später mit 2:1 in Führung. Diese hielt jedoch nicht lange und die Hessen egalisierten und gingen ihrerseits wiederum mit 3:2 in Führung. Mitte der zweiten Halbzeit gelang Dortmund dann der verdiente Ausgleich und beide Teams kämpften um den Sieg. Letztendlich erzielte Dortmund den Treffer zum 4:3, der zwar glücklich aber nicht unverdient war.
Im Spiel um Platz 3 besiegte Poitiers die Überraschungsmannschaft aus Langenhagen mit 4:1 und im Endspiel setzte sich Brüssel mit 3:2 gegen Lisieux durch.
Was lange nur ein Verdacht war, erhärtete sich zum Ende des Turniers: Ein Spieler von Brüssel wurde im Endspiel abgeklebt, da er unter Verdacht stand, während des gesamten Turniers unter seiner Brille hindurchgeschaut zu haben. Ein kleiner Wermutstropfen, denn wer weiß, wie dann das Spiel gegen die SG Hessen ausgegangen wäre.
Das Turnier war sehr gut organisiert, es herrschte stets eine freundschaftliche Atmosphäre, und wir wurden aufs herzlichste aufgenommen. Unser herzlichster Dank gilt Johan Vanhoof, dem Präsidenten von Vige Mol, der dies alles ermöglicht und organisiert hat, sowie den vielen engagierten Helfern.
Für die SG Hessen spielten:
Elke Averesch, Gabi Eschebach-Weck, Markus Schönbach und Michael Walbaum
Betreut wurde das Team von Carmen Bitsch, die zugleich auch ihr Debut als Schiedsrichterin auf internationaler Ebene gab.
Abschlusstabelle:
- Brüssel
- Lisieux
- Poitiers
- Langenhagen
- Mol A
- La Louviere
- BSSV Dortmund
- SG Hessen
- Bergamo
- Venedig
- Mol B
- Augsburg
Michael Walbaum
Am 29. Mai 2010 fand im Schweizerischen Zollikofen (nahe Bern) das 15. internationale Jugendturnier im Torball statt. 12 Teams aus 6 Nationen hatten die Reise in die Schweiz angetreten, um sich auf diesem, erneut hervorragend organisierten, Turnier zu messen. Aus Deutschland waren ein Team aus Nürnberg und zwei Teams aus Marburg am Start, Österreich hatte zwei Tiroler Teams ins Rennen um den begehrten Bären geschickt, aus Ungarn nahm ein Team aus Budapest teil. Die Rumänen nahmen mit Cluj Napoca teil, Slowenien war mit Levoča vertreten und das Gastgeberland Schweiz sandte zwei Teams aus Zürich, eines aus Baar und eines aus Lausanne.
Gespielt wurde zunächst in zwei Sechser-Gruppen, dann folgte eine Hauptrunde, in der die drei besten Teams aus Gruppe A gegen die drei besten Teams aus Gruppe B antreten mussten und die schlechteren Teams beider Gruppen traten ebenfalls gegeneinander an. An diese Hauptrunde schlossen sich Halbfinal- und Finalspiele an.
Bericht aus Sicht des Damenteams:
Zunächst musste erst einmal die Frage geklärt werden, wer denn SSG Blista Marburg 1 ist und wer 2. Nachdem man den Herren den Vortritt ließ, erkannten die Damen, dass sie mit dieser Entscheidung die vermeintlich schwerere Gruppe gezogen hatten – aber was sollte es – da musste man jetzt durch.
Im ersten Spiel erwischte man mit Cluj Napoca, dem Turniersieger der beiden vergangenen Jahre, gleich einen „Hammergegner“. Hier konnten Trainerin Katja Frisch und Betreuerin Elke Averesch lediglich die Parole ausgeben, dass die Spieler eine saubere Abwehrleistung zeigen sollten und sich durch Gegentore nicht beeindrucken lassen sollten – cool bleiben war angesagt! Wie erwartet stand es zur Halbzeit bereits 0:5, aber die spielerische Leistung von Centerfrau Tanja Panter, die von Desiree Blum und Debütantin Michelle Knäpper flankiert wurde, ließ keineswegs zu wünschen übrig. Ob in Halbzeit zwei die Coolness der Mädels größer wurde oder die Rumänen nicht mehr „klotzten“ sondern nur noch „kleckerten“, kann nicht geklärt werden, sicher ist lediglich, dass nur noch zwei Gegentore fielen, und man verlor schließlich mit 0:7. Im Turnierverlauf sollten noch Mannschaften höher gegen die Herren aus Cluj verlieren.
Im zweiten Spiel des Tages spricht die Aussage des Schiedsrichters Jacques „… maintenant elles sont reveillées, les filles!“ (Jetzt sind die Mädchen wohl aufgewacht!) schon Bände. Fangen wir aber vorn an: Das Spiel begann wie das alte aufgehört hatte, nämlich mit zwei Gegentreffern. Kurz vor der Pause aber konnte man auf 1:2 verkürzen und in der zweiten Hälfte des Spiels traf man in kurzen Abständen alle sich bietenden Lücken und zog mit 5:2 von dannen. Die Österreicher konnten durch einen verwandelten Penalty noch auf 5:3 verkürzen, da aber bereits die letzte Minute angesagt war, sollte es bei diesem Resultat bleiben.
Bevor man es nach der Mittagspause mit den „Profis“ aus Zürich zu tun bekommen sollte, ging es zunächst zur Dopingstation. Auf dem Menüplan standen dort Croissants, Hot Dogs und Süßigkeiten. Doch zurück zum Spielgeschehen: Die Züricher Jungen wussten die Mädels aus Hessen mit Sprungbällen zu beeindrucken und trafen zudem auch noch die – wenn auch kleinen – Lücken. Kampflos gaben sich die Marburgerinnen aber nicht geschlagen, nein, sie waren selbst in der Lage vier Tore zu erzielen, bei acht Gegentoren ist das Ergebnis allerdings schon sehr eindeutig.
Mit Baar watete im nächsten Spiel erneut eine Schweizerische Mannschaft auf die Mädels von der Lahn. Das Betreuerduo hatte sich vor diesem Spiel insgeheim Hoffnung auf zwei weitere Punkte gemacht, da die Kids aus Baar auch noch nicht so groß waren und entsprechend Lücken vorhanden sein würden, die man dann „nur noch“ treffen musste. Die Mädels machten es ziemlich spannend und ruinierten ein paar Nerven auf der Trainerbank. Man ging sehr schnell mit 3:0 in Führung und nach dem Pausentee gelang auch noch ein vierter Treffer, dann aber folgte Leine um Leine und aus den hieraus resultierenden Strafwürfen und Penaltys sowie aus einem Feldtor der Schweizer resultierte ein 4:4. Da half nur eines: Eine Auszeit nehmen, Spieler beruhigen und ihnen Zeit zum Durchatmen geben. Diese Taktik ging auf, die Mannschaft hatte sich gefangen, lag sicher in der Abwehr und konnte noch zwei Tore erzielen, so dass man das Spiel mit 6:4 für sich verbuchen konnte.
Im letzten Spiel der Vorrunde traf man auf das Slowenische Team aus Levoča, das aus drei großgewachsenen Jungen bestand. Man musste es mit Sprungbällen probieren und hoffen, dass die schlaksigen Jungs davon welche ins eigene Tor schaufeln würden oder Strafwürfe verwandeln. Schlussendlich führte eine Mischung aus beidem zum Erfolg und man konnte mit einem 4:3 einen knappen Sieg verbuchen.
Die Computerauswertung der Ergebnisse ergab, dass man die Vorrunde in seiner Gruppe als Dritter beendet hatte und somit in den Topf mit den besseren Teams beider Gruppen kommen würde. Hier folgten nun drei weitere Spiele gegen Tirol 1, Nürnberg und gegen die Herren aus Marburg.
Im ersten Spiel kamen zwei Faktoren zusammen, die die Marburgerinnen langsam an ihre Grenzen stoßen ließen. Einerseits machte sich die Müdigkeit langsam bemerkbar und andererseits gelang den Tirolern hier einfach alles, so dass man sagen kann, dass das Ergebnis - auch in der Höhe von 1:9 - in Ordnung geht. Man hatte schließlich in dieser Formation noch nie zusammengespielt und zahlt dann immer Lehrgeld.
Hoffnung auf ein anderes Ergebnis hatte man sich vielleicht im zweiten Hauptrundenspiel gegen die Nürnberger gemacht. Leider geriet man aber zu schnell in Rückstand und verlor vielleicht auch deshalb ein wenig den Mut, aber das Spiel musste schlussendlich mit 2:5 nicht ganz so hoch abgegeben werden wie vorher die Partie gegen Tirol.
Im letzten Spiel der Hauptrunde kam es zu einem Stadtderby gegen die Herren von der Lahn, die ebenfalls beide Hauptrundenspiele gegen Zürich Profis und Cluj Napoca verloren hatten und ziemlich „angefressen“ in dieses Spiel gingen. Man gewann auf der Trainerbank den Eindruck, dass die Herren die Mädels regelrecht abschießen wollten, was ihnen eigentlich schon zur Halbzeit hätte geglückt sein dürfen, denn ein 1:6 war doch schon recht eindeutig, aber nein, nach den zwei Minuten Halbzeitpause ging es munter weiter. Eine recht unorthodoxe Trainerentscheidung – nämlich Debütantin Michelle Knäpper auf die Centerposition zu schieben – verblüffte den Gegner, denn danach fiel nur noch ein weiteres Tor, dennoch gaben die Damen ihr letztes Spiel des Tages mit 1:9 ab. Die Damen um Center Tanja Panter hatten sich nach diesen acht Spielen die Dusche redlich verdient.
Wie der Turnierverlauf für die Herren nach diesem Kantersieg, der ihrem Ego mächtig geschmeichelt haben dürfte, weiterging, kann im Bericht der Herren nachgelesen werden.
Für Marburg Damen spielten: Desiree Blum, Michelle Knäpper und Tanja Panter, betreut wurden die drei von Elke Averesch und Katja Frisch.
Abschlusstabelle:
Gruppe A:
- Tirol 1
- Cluj Napoca
- Zürich Profis
- SSG Blista Marburg 1
- Nürnberg
- SSG Blista Marburg 2
Gruppe B:
- Budapest
- Tirol 2
- Levoča
- Zürich Jugend
- Lausanne
- Sonnenberg
Für die kommende Torballsaison stehen schon einige Eckdaten fest. So wird die Deutsche Meisterschaft in Landshut stattfinden und die Nordausscheidung in Kassel. Für die Südrunde wird noch dringend ein Ausrichter gesucht. Interessierte Vereine bitte bei Christl Daentler melden.
Tief betroffen mussten wir erfahren, dass am 12. Mai unsere Mannschaftskameradin Bettina Caglikalp den Kampf gegen ihre lange und schwere Krankheit verloren hat.
Unser ganzes Mitgefühl gilt nun vor allem ihrem Ehemann Hasan aber auch ihrer Familie und allen, die ihr nahe standen. Wir wünschen Euch alle Kraft der Welt, die Ihr benötigt, um diesen schmerzlichen Verlust zu überwinden.
In der Nationalmannschaft bekleidete Bettina vor allem die Centerposition und auch in ihrem Heimatverein – ISC Viktoria Kirchderne – hatte sie zentrale Funktionen inne. Das Wort „Mitte“ spielte sicherlich in Bettinas Leben eine wesentliche Rolle. Aus dieser unserer Mitte sollte sie nun – viel zu früh – gerissen werden.
Höhepunkt von Bettinas Karriere im Nationalteam – dem sie seit 2004 angehört – war sicherlich, dass sie die deutschen Farben 2007 bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck vertreten durfte und mit dazu beitragen konnte, das ein junges Team die Bronzemedaille errang.
Bettina, wir können die Lücke, die Du hinterlässt nicht füllen. Was wir aber können und werden, ist Dich immer in unserer Erinnerung behalten.
Für die Torball-Nationalmannschaft der Damen
Elke Averesch
