Champion Torbälle ab sofort beim Förderverein Torball erhältlich
Sonntag, 10. Juli 2016, 17:26 Uhr

Liebe Torballfreunde,

über den Förderverein Torball e.V. sind ab sofort neue Champion Torbälle erhältlich.

Die Bälle können beim Vorsitzenden des Fördervereins Torball direkt bestellt werden:
Hans Demmelhuber
Tel: 0170 3446550
Email: demmelhuber@gmx.de

Der Stückpreis beträgt 59€ zzgl. Versandkosten. Die Bezahlung erfolgt per Vorkasse.
 



Torball beim diesjährigen Louis-Braille-Festival in Marburg
Mittwoch, 29. Juni 2016, 16:27 Uhr

TG Unterliederbach und Deutsche Nationalmannschaft zu Gast im Georg-Gaßmann-Stadion

 

Marburg – Vom 01.07. bis 03.07.2016 macht das größte europäische Festival für Blinde und Sehbehinderte Menschen in Marburg station. Zum ersten Mal wurde auch Torball in das Festivalprogramm aufgenommen. Am Freitag, den 01.07. wird zwischen 15 und 18 Uhr in der großen Halle des Georg-Gaßmann-Stadion durch Mitglieder der deutschen Torballnationalmannschaft (Herren und Damen) sowie einer Vertretung der TG Unterliederbach diese, wohl traditionsreichste Blindensportart, im Rahmen des Festivals präsentiert.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, dem Torball-Sport einen prominenten Platz im Festivalprogramm zukommen zu lassen“ freut sich Jürgen Becker, Vorsitzender der Abteilung Torball im DBS und ergänzt: „Dass die TG Unterliederbach, die in der Saison 2016/17 mit zwei Mannschaften in der ersten Torball-Bundesliga an den Start gehen wird und die beiden deutschen Nationalmannschaften, die bei der vergangenen Torball-WM in Magglingen (Schweiz) die Goldmedaille (Damen) und die Silbermedaille (Herren) gewinnen konnten, teilnehmen werden, unterstreicht die Bedeutung dieser dreistündigen Torball-Präsentation.“ „Es wäre schön, wenn wir damit auch den Torball-Standort Marburg wiederbeleben könnten. Die SSG Blista hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder talentierte Spieler hervorgebracht, die es über Deutsche Meister bis hin zu Weltmeisterehren geschafft haben. Hier ist ein riesiges Potential vorhanden.“ hofft Becker auf positive Effekte für den Torball-Sport in Mittelhessen.

Alle, die sich am Freitag zum Gelände des Georg-Gaßmann-Stadion begeben möchten, um sich die Torball-Präsentation anzuschauen, finden hier weitere Infos:

http://www.dbsv.org/dbsv/festival-2016/programm-festival-2016/programm-freitag-1-juli/

 

Markus Schönbach



Torball unter der Sonne Italiens
Freitag, 27. Mai 2016, 09:12 Uhr

Für das Torball-Team aus Berlin gibt es kaum Zeit zum Ausruhen. Kaum sind die Wunden vom letzten großen Turnier in Stuttgart geleckt und das Turnier in Nizza war auch noch nicht so lange her, folgten wir einer Einladung, die wir aus Trento bekommen haben. Der ein oder andere unserer Mannschaft hatte diese Region schon einmal als Urlauber besucht und wusste daher von der großen Entfernung dorthin. Da hieß es in der Bahn viel „Sitzfleisch“ mitzubringen. Zwölf Stunden sollte die Fahrt über München dauern.

Leider ereilte einen unserer Spieler am Wochenende die Nachricht über einen Trauerfall in der Familie, so dass er nach den ersten zwei Spielen die Heimreise antreten musste. Da rückt der Sport erst einmal in den Hintergrund. Aber umso mehr wollten wir alles geben.

Vom Bahnhof wurden wir von den Veranstaltern abgeholt und konnten uns am Abend noch ein wenig die Beine vertreten. Dann ging es am nächsten Morgen zum Spielort, der sich ein wenig abgelegen von der Unterkunft befand. Das Grazer Team, welches mit dem Fahrzeug dort war, nahm uns dorthin mit und war auch bei den anderen Fahrten ein guter Reisebegleiter.

Nun sollte es losgehen. Bei schönstem Wetter, was wir zwischen den Spielen genießen konnten, sollten acht Teams aufeinander treffen. Jeder spielte gegen jeden und die besten vier Mannschaften der Vorrunde spielten über Halbfinale und Finale die Plätze eins bis vier aus. Das Turnier wurde übrigens zum Gedenken des vor kurzen verstorbenen Präsidenten des Vereins ausgetragen.

Unser erster Gegner war die Mannschaft aus Bergamo, auf die wir auch schon in Nizza getroffen sind. Hier glückte uns ein guter Start. Die Abwehrleistung, die fast beim ganzen Turnier in Ordnung ging, war der Schlüssel zum Erfolg. Nach einer schnellen Führung ging das Spiel 3 zu 1 für uns aus.

Danach trafen wir auf die Mannschaft aus Waasland. Das belgische Team sollte uns an diesem Tag noch einige Kopfschmerzen bereiten. Doch beim ersten Aufeinandertreffen entwickelte sich ein tolles und spannendes Spiel. Beide Teams bauten auf ihre Abwehrreihen und erst zum Ende der Partie konnten wir uns mit 2 zu 1 durchsetzen. Aber, aber….

Jetzt mussten wir uns von unserem Vierten Mann aus schon genannten Gründen verabschieden. Begleitpersonen oder einen Trainer hatten wir nicht dabei. Da standen nun in der nächsten Partie die Torballer von Latina vor uns. Sie kommen aus der Nähe von Rom. Erst fand einer unserer Spieler fast nicht pünktlich zum Spiel und begann sofort mit einem Leinentreffer. Aber die Mannschaftskollegen wetzten diesen Fehler aus. Und nun lief das Spiel für uns. Drei schnelle Tore und wir konnten uns gegen das italienische Team, was noch für so manche Überraschung sorgen sollte, relativ deutlich mit 5 zu 1 durchsetzen.

Nun konnte man schon mal übers Halbfinale nachdenken. Doch die Südtiroler holten uns in einem packenden Spiel wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. In einer wahren Abwehrschlacht fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Ende.

Die Bozner, die uns das Leben vor kurzem in Stuttgart schon schwermachten, hatten die Nase mit 2 zu 0 vorne. Bis kurz vor Schluss sah es nach einem torlosen Remis aus. Schade.

Jetzt ging es gegen die Hausherren der ersten Mannschaft aus Trento. Aber alle hatten schon mitbekommen, dass sie ihre besten Spieler, den amtierenden Meister, in der zweiten aufgestellten Mannschaft versteckten. Trotzdem war es keineswegs einfach gegen die vermeintlich erste Mannschaft zu bestehen. Wir gingen zwar schnell in Führung, konnten aber den Vorsprung nie beruhigend vergrößern. So endete das Spiel 2 zu 0 zu unseren Gunsten. Nun hatten wir schon acht Punkte, was sich richtig gut anfühlte. Aber um sicher im Halbfinale zu sein musste sicher noch ein Punkt her.

Vielleicht ist das gegen das Team aus Graz möglich. Und das sollte auch so sein, bis die Grazer 30 Sekunden vor Spielende eine Lücke in unserem „Bollwerk“ gefunden haben. Da die Österreicher uns keine Chance zum Torerfolg gaben, endete das Spiel 0 zu 1. Das war bitter! Aber als Ausgleich verbrachten wir mit den Grazern noch einen schönen Abend.

Nun ging es gegen den Meister aus Italien, die mit ihren harten und platzierten Würfen schon für Aufsehen gesorgt hatten. Da gab es Schwerstarbeit für unsere Defensive! Und Ruck Zuck schlug es schon bei uns ein. Doch das Team aus Trento spielte auch mit viel Risiko und immer wieder berührte ein Wurf die Leine. Die sich daraus ergebenden Chancen nutzten wir resolut. So war das Spiel bis zum Ende offen. Letzten Endes mussten wir uns jedoch gegen die wurfgewaltigen Herren mit 4 zu 5 geschlagen geben.

Nach zweifelndem Warten, ohne Überblick aller Ergebnisse, konnten wir das Halbfinale erreichen!

Da wartete noch einmal Waasland auf uns. Sie hatten sich gedacht, dass sie mit unserer Mannschaft noch eine Rechnung offen hatten. Das Spiel begann gut für uns. Wir gingen mit eins zu null in Führung. Zwar fiel der Ausgleich schnell, aber nach gefühlt der Hälfte der Spielzeit (es wurden übrigens 10 Minuten ohne Seitenwechsel und Pause gespielt) war alles im „grünen Bereich“. Doch dann war fast jeder Wurf der Waasländer ein Treffer und wir fanden nicht des Rätsels Lösung. Da fehlte sicher auch die Information eines Trainers von außen!? So gewann das Team aus Belgien souverän mit 7 zu 1 und holte sich gegen Bozen, die gegen Trento im zweiten Halbfinale siegten, auch den Turniersieg.

Für uns ging es schließlich noch um Platz drei. Und da waren dann wieder die wurfgewaltigen Hausherren. Wo wir in der Vorrunde die vielen Leinentreffer nutzten um im Geschäft zu bleiben, hatten wir jetzt nach einem deutlichen Rückstand die Lücke auf der Gegenseite gefunden und kämpften uns wieder zurück. Mit ein wenig Glück und dem Heimvorteil ging das Spiel wieder 5 zu 4 für Trento aus.

Nach den Spielen fand die Siegerehrung in der Sportstätte statt. Die Grazer nahmen uns dann wieder, von der in den Bergen gelegenen Sportstätte, mit ins Tal. Dort gab es ein tolles Abendessen mit mehreren Gängen. Vielen Dank an die Veranstalter!

 

Endstand:

  1. Waasland
  2. Bozen
  3. Trento 2
  4. Berlin
  5. Graz
  6. Bergamo
  7. Latina
  8. Trento 1

 

Für Berlin spielten Christian Mair, Steffen Lehmann, Steffen Bülth und Lutz Egeling.

 

 

Lutz Egeling, 21.05.2016

 



„Torball wird nicht aussterben“
Dienstag, 17. Mai 2016, 15:20 Uhr

Ein Interview mit dem Vorsitzenden der Abteilung Torball im DBS: Jürgen Becker

In der Spielzeit 2016/17 hat sich im deutschen Torballsport viel getan: Die Deutsche Torball-Liga hat ihre Premierensaison beendet. In Hannover fand die erste Deutsche Schulmeisterschaft im Torball statt. Grund genug einmal bei Jürgen Becker, dem Vorsitzenden der Abteilung Torball im DBS nachzufragen, wie er die aktuellen Entwicklungen beurteilt und wo er noch Potential für die Zukunft sieht.

Torballportal: Warum wurde der jahrelang gültige Meisterschaftsmodus in ein Ligasystem geändert?

Jürgen Becker: Um ein attraktiveres und (leistungs-)gerechteres Spielsystem zu bekommen.

Torballportal: Was waren die größten Herausforderungen bei der Umstellung vom alten Meisterschaftssystem auf das neue Ligasystem?

Jürgen Becker: Die größte Herausforderung war, ein Ligasystem zu entwickeln, welches einen eintägigen Spieltag erlaubt und damit den Mannschaften die Möglichkeit eröffnet, am selben Tag an- und abzureisen. Im Vordergrund standen hier die immer geringer werdenden finanziellen Möglichkeiten der Vereine. Zudem wird die Arbeit für den Ausrichter erheblich erleichtert, da für den jeweiligen Spieltag nur noch eine Halle zur Verfügung stehen muss.

Torballportal: Was hat bei dieser System-Umstellung gut funktioniert? Wo hat es geklemmt?

Jürgen Becker: Vor allem hat die Zusammenarbeit mit dem DBS gut funktioniert! Leider waren nicht alle Teams von Anbeginn davon überzeugt, dass das Ligasystem den Sport attraktiver und spannender machen wird. Hier war einige Überzeugungsarbeit zu leisten.

Jürgen Becker

Jürgen Becker

Torballportal: Wenn man sich die Spieltage der jeweiligen Ligen betrachtet: Worin liegt der Vorteil des Ligasystems?

Jürgen Becker: Wie ich eben schon mal ausführte, waren die Spieltage wesentlich einfacher zu organisieren.
Die Spieler waren im Vorfeld der Spieltage mental mehr gefordert, dies zeigte sich in Gesprächen mit den einzelnen Teams, in denen immer wieder erwähnt wurde, wie sehr man sich mit den Aufstiegs- und Abstiegs-Szenarien, sowie dem Klassenerhalt auseinander setzen musste.

Torballportal: Inwieweit kann man sagen, dass sich die Qualität der Partien in den jeweiligen Ligen durch das neue System verändert (verbessert / verschlechtert) hat?

Jürgen Becker: Eine Verschlechterung ist nicht erkennbar. Aufgrund der erhöhten Leistungsdichte sind die Spiele wesentlich anspruchsvoller geworden, ein oder zwei Niederlagen können den Abstieg bedeuten. Dadurch hat sich auch der Spannungsbogen für die Zuschauer erhöht.

Torballportal: Wo gibt es in den kommenden Jahren noch Bedarf für Veränderungen und Verbesserungen in der Organisation / der Struktur der Liga?

Jürgen Becker: Um den Ligabetrieb noch attraktiver zu gestalten, sollten die Ligen ab der Saison 2017/18 in einer Hin- und Rückrunde gespielt werden. Hier sind wir auf die Mithilfe von ausrichtenden Vereinen angewiesen, darüber hinaus sehe ich die Landesverbände in der Pflicht, den Ligabetrieb in der Sportart Torball mit finanziellen Mitteln stärker zu unterstützen.

Torballportal: Was ist im Bereich der Außendarstellung bzw. Öffentlichkeitsarbeit noch zu tun bzw. zu verbessern?

Jürgen Becker: Hier hat sich in den letzten Monaten schon einiges positives entwickelt: Hierzu zählen die Veröffentlichungen über Facebook und auf unserer Webseite torballportal.de, sowie über die Mailingliste „Torballdeutschland“.

In diese Richtung muss weiter gearbeitet werden. So wird u. a. seitens des Abteilungsvorstandes über einen Live-Stream der Torballigen nachgedacht. Darüber hinaus sollte die Website torballportal.de in einem neuen, modernen Layout erscheinen. Alle bekannten Presseverteiler sollten mehr in Anspruch genommen werden.

Torballportal: Können wir auch international von der Liga profitieren?

Jürgen Becker: Der deutsche Torballsport wird von der Bundesliga profitieren. Durch den erhöhten Leistungsanspruch in den Bundesligen werden bessere Mannschaften auf die weiterführenden internationalen Turniere entsandt.
Auch die Nationaltrainer werden leistungsstärkere Spieler sichten und rekrutieren können.

Torballportal: Wo wird der Torballsport in fünf oder zehn Jahren stehen?

Jürgen Becker: Die Sportart Torball wird nicht aussterben, auch in 5 oder 10 Jahren wird es noch eine der beliebtesten Sportarten für Blinde und Sehbehinderte Sportler sein.
Durch die in diesem Jahr begonnene aktive Jugendförderung, hat die Abteilung Torball in Verbindung mit ihrem Nachwuchsbeauftragten die „1. Deutsche Schulmeisterschaft Torball“ ausgerichtet. Wir hoffen, hierdurch junge und talentierte Spielerinnen und Spieler für die Vereinsmannschaften gewinnen zu können oder ggf. neue Vereinsmannschaften entstehen zu lassen.

 

Markus Schönbach führte das Interview mit Jürgen Becker für das Torballportal.

 



Erste Deutsche Schulmeisterschaft im Torball
Samstag, 7. Mai 2016, 12:31 Uhr

Johann-Peter-Schäfer-Schule feiert „historischen“ Sieg in Hannover

Hannover – „Ich freue mich, euch heute hier zu dieser historischen Veranstaltung begrüßen zu dürfen!“ brachte es Jürgen Becker, Vorsitzender der Abteilung Torball im DBS bei seiner Ansprache zu Beginn der ersten Deutschen Schulmeisterschaft im Torball auf den Punkt. In der Tat kann man das, was am Donnerstag, den 05.05.2016, in der Sporthalle des Landesbildungszentrums für Blinde in Hannover stattfand als historisches Ereignis für den deutschen Torballsport bezeichnen. Vier Schulmannschaften aus Niedersachsen und Hessen kämpften zum ersten Mal in der jahrzehntelangen Geschichte des deutschen Torballsports um den Titel eines „Deutschen Schulmeisters“.

 

Gruppenspiele: Friedberg souverän – Frankfurt am Ende von Hannover abgefangen

Der von Martin Beck (Jugendwart der Abteilung Torball im DBS) erstellte Spielplan für das Turnier sah vor, dass die Teams in einer Doppelrunde (Jeder gegen Jeden) die Platzierungen Eins bis Vier auszuspielen hatten. Anschließend traten die Plätze Drei und Vier im „Kleinen Finale“ gegeneinander an. Der Meister wurde im Spiel zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase ermittelt.

Die Mannschaft der Johan-Peter-Schäfer-Schule aus Friedberg ließ von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie in das Endspiel einziehen würden. Die Spieler um Trainerin Claudia Doufrain zeigten, dass sie bei nationalen und internationalen Wettkämpfen schon einige Erfahrungen sammeln konnten und beendeten die Gruppenphase souverän auf Platz Eins (12:0 Punkte; 56:21 Tore). Spannender gestaltete sich die Antwort auf die Frage, wer gegen Friedberg im Finale anzutreten hatte. Nach dem Abschluss der Vorrunde lag das Team der Hermann-Herzog-Schule I aus Frankfurt (4:2 Punkte) noch vor der Mannschaft der Franz-Mersi-Schule aus Hannover (2:4 Punkte). Die zweite Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch theoretische Chancen auf einen Finaleinzug (0:6 Punkte).

Gleich zu Beginn der Rückrunde bekam Hannover Schützenhilfe durch die zweite Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule. Diese schlug das Team ihrer ersten Mannschaft in einer spannenden Partie mit 8:7 und sicherte sich ausgerechnet in diesem „innerschulischen“ Duell den ersten und einzigen Sieg. Nachdem sich auch die Vertretung der Franz-Mersi-Schule im ersten Rückrundenspiel geschlagen geben musste (6:10 gegen Friedberg), kam es nun zu einem direkten Duell um den Finaleinzug zwischen der ersten Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule und dem Team der Franz-Mersi-Schule. Die Niedersachsen zogen durch einen 6:4-Erfolg mit dem Team aus Frankfurt nach Punkten gleich. Nun mussten die letzten beiden Gruppenspiele darüber entscheiden, wer die Johann-Peter-Schäfer-Schule in das Finale begleiten durfte. Die Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule traf auf das starke Team aus Friedberg und verlor die Partie mit 2:7. Da die Franz-Mersi-Schule anschließend gegen die zweite Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule ihr Spiel ebenso deutlich mit 6:1 gewinnen konnte, sicherten sich die Hannoveraner endgültig Platz Zwei und den Finaleinzug.

Im Spiel um Platz Drei konnten sich die Spieler der ersten Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule für die Pleite zu Beginn der Rückrunde revanchieren und sicherten sich mit einem 9:4-Erfolg die Bronzemedaille. „Für unsere junge Truppe war es die erste Turnierteilnahme überhaupt. Die Mannschaft der Hermann-Herzog-Schule besteht erst seit Oktober 2015. Trotz allem hat es viel Spaß gemacht und wir konnten viel Erfahrung für die Zukunft sammeln“, zog das Frankfurter Trainerteam, (Frauke Schick und Christo Kasapis) am Ende des Turniertages ein positives Fazit.

 

 Gruppenfoto - Deutsche Schulmeisterschaft 2016

Gruppenfoto – Deutsche Schulmeisterschaft 2016

Äußerst spannendes Finale

Johann-Peter-Schäfer-Schule gegen Franz-Mersi-Schule. So lautete die Finalpaarung. Wer geglaubt hatte, dass es aufgrund der Friedberger Dominanz in den Gruppenspielen eigentlich nur noch darum gehen könnte wie hoch die Hessen das Endspiel gewinnen würden, sah sich getäuscht. Es entwickelte sich eine spannende und dramatische Partie, welche einem Finale bei einer Deutschen Meisterschaft absolut würdig war.

Das schnelle 1:0 der Friedberger konnte das Team der Franz-Mersi-Schule bis zur Mitte der ersten Halbzeit ausgleichen und ging seinerseits mit 2:1 in Führung. Auch den Ausgleich zum 2:2 brachte die Niedersachsen nicht aus der Ruhe. Die Mannschaft um die beiden Trainer Mark Saß und Connie Baxmann traf erneut zur 3:2-Führung. Unmittelbar vor Ende der Begegnung gelang dem Team der Johann-Peter-Schäfer-Schule der erneute Ausgleich. Beim Spielstand von 3:3 hieß es jetzt: Verlängerung. Wie in der regulären Spielzeit ging auch hier Friedberg sofort in Führung, konnte diesmal durch einen Doppelschlag sogar noch auf 5:3 erhöhen. Aber auch hier: die Niedersachsen kämpften sich wieder in die Partie zurück. Allerdings gelang ihnen nur noch der Anschlusstreffer zum 4:5 und die Johann-Peter-Schäfer-Schule sicherte sich etwas glücklich, aber aufgrund des Turnierverlaufes letztlich absolut verdient den Titel.

 

Torschützenkönig kommt aus Frankfurt

Ganz ohne Erfolgserlebnis trat das Team der Hermann-Herzog-Schule den Rückweg nach Frankfurt dann doch nicht an. Alexander Eichler konnte sich mit 23 Toren den Titel des besten Torschützen sichern. Knapp dahinter auf Platz zwei folgte Fuad Arslan von der Johann-Peter-Schäfer-Schule aus Friedberg mit 22 Treffern. Absolut bemerkenswert: Mit 19 Treffern landete Anna-Lena Rinne von der Franz-Mersi-Schule aus Hannover auf Platz drei in der Liste der besten Torschützen!

 

Positives Fazit

„Das war eine überaus gelungene Veranstaltung. Es hat allen Beteiligten riesigen Spaß gemacht.“, zog Turnierorganisator und Jugendwart der Abteilung Torball Martin Beck ein durchweg positives Fazit und ergänzte: „Wir werden im Nachgang den Kontakt zu den Blinden- und Sehbehindertenschulen in Deutschland aufnehmen und gemeinsam erörtern, wie wir im kommenden Jahr das Teilnehmerfeld erweitern können. Es geht darum terminliche und organisatorische Fragen mit den Schulen abzustimmen. Wir haben mit dieser Veranstaltung eine hervorragende Basis geschaffen, um dem Nachwuchsbereich im Torballsport gemeinsam mit den Schulen weiterentwickeln zu können.“

Der Abteilungsvorsitzende der Abteilung Torball im DBS, Jürgen Becker, lobte das sportliche Niveau der Spieler: „Ich bin überzeugt, dass wir viele dieser Spieler in naher Zukunft in den Teams im „Erwachsenenbereich“ wiederfinden werden. Ich habe hier einige Talente gesehen, die zukünftig eine gute Rolle spielen und damit auch den Torballsport insgesamt auf einem guten Niveau repräsentieren können.“

 

Statistiken

Ergebnisse Vorrunde:

Hermann-Herzog-Schule I – Hermann-Herzog-Schule II  6:1

Johann-Peter-Schäfer-Schule – Franz-Mersi-Schule  8:7

Hermann-Herzog-Schule I – Franz-Mersi-Schule  8:6

Hermann-Herzog-Schule II – Johann-Peter-Schäfer-Schule  2:12

Johann-Peter-Schäfer-Schule – Hermann-Herzog-Schule I  9:4

Hermann-Herzog-Schule II – Franz-Mersi-Schule  6:7

 

Ergebnisse Rückrunde:

Hermann-Herzog-Schule II – Hermann-Herzog-Schule I  8:7

Franz-Mersi-Schule – Johann-Peter-Schäfer-Schule  6:10

Franz-Mersi-Schule – Hermann-Herzog-Schule I  6:4

Johann-Peter-Schäfer-Schule – Hermann-Herzog-Schule II  10:0

Hermann-Herzog-Schule I – Johann-Peter-Schäfer-Schule  2:7

Franz-Mersi-Schule – Hermann-Herzog-Schule II  6:1

 

Tabelle:

  1. Johann-Peter-Schäfer-Schule 12:0 56:21
  2. Franz-Mersi-Schule 6:6 38:37
  3. Hermann-Herzog-Schule I 4:8 31:37
  4. Hermann-Herzog-Schule II 2:10 18:48

 

Spiel um Platz 3:

Hermann-Herzog-Schule I – Hermann-Herzog-Schule II  9:4

 

Finale:

Johann-Peter-Schäfer-Schule – Franz-Mersi-Schule  5:4  N. V.  (3:3)

 

Torjäger:

  1. Alexander Eichler (Hermann-herzog-Schule) 23 Tore
  2. Fuad Arslan (Johann-Peter-Schäfer-Schule) 22 Tore
  3. Anna-Lena Rinne (Franz-Mersi-Schule) 19 Tore

 

Markus Schönbach



Deutsche Nationalmannschaft gewinnt Edgar-Knecht-Gedächtnis-Turnier
Dienstag, 3. Mai 2016, 16:40 Uhr

Auch die deutsche Nationalmannschaft nahm am großen Edgar-Knecht-Gedächtnis-Turnier in Ostfildern teil. In einer einfachen Runde spielten 12 Herrenteams jeder gegen jeden.

Im Auftaktspiel traf Deutschland gleich auf Bozen, die einen guten Turnierstart hingelegt hatten. Zur Pause lag die Nationalmannschaft Deutschlands auch gleich mit 1:3 im Rückstand. Doch Dank einer guten Ausbeute bei den verwandelten Strafwürfen konnte das Spiel noch mit 4:3 gedreht werden. Es folgten deutliche  Erfolge gegen Wien 9:2, Glarus aus der Schweiz 8:2, Gastgeber Hoffeld I 7:1, Graz 5:2 und Zürich 9:3. Gegen Berlin unterliefen Deutschland immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive, doch immer wieder erzielte das Nationalteam den Ausgleich. Als der Ball zum 3:4 im eigenen Netz zappelte, gab es kein Zurückkommen und die Berliner verteidigten den Erfolg sicher. Nach einem deutlichen 10:0 gegen Hoffeld II folgte die nächste Niederlage gegen Kaiserslautern mit 3:5 – ein ähnlicher Spielverlauf wie gegen Berlin. Tolle mannschaftliche Geschlossenheit bei Kaiserslautern und viel Stückwerk beim deutschen Team.

Foto: Ralf Kuckuck

Foto: Ralf Kuckuck

Gegen Augsburg entwickelte sich ein wahrer Krimi, denn der Regen prasselte auf das Hallendach und die Bälle waren schwer zu hören. Am Ende gewann Deutschland mit 5:3. Da auch Bozen anschließend gegen ein kämpferisches sehr überzeugendes Team aus  Kaiserslautern Punkte ließ, gab es im letzten Spiel gegen Nürnberg noch die Chance auf den Turniersieg. Dieser gelang dann mit 10:1 auch eindrucksvoll. Mit 18:4 Punkten und einem Torverhältnis von 73:26 hatte Deutschland knapp vor Bozen und Augsburg das Turnier gewonnen.

 

Für Deutschland spielten:

Hans Demmelhuber, Steffen Lehmann, Felix Puschmann und David Georgi.

Trainer: Hans-Dieter Weidner

 

David Georgi



Edgar-Knecht-Gedächtnis Turnier – Torball Sport auf hohem Niveau mit internationaler Beteiligung
Freitag, 29. April 2016, 14:07 Uhr

Am vergangenen Wochenende, 23. April 2016, trafen 8 Damen- und 12 Herren-Teams  in Ostfildern (Nähe Stuttgart) aufeinander. In der Damenkonkurrenz war die SG München/Karlsruhe/Hoffeld an diesem Tag unbezwingbar.

Das vorbildlich organisierte Turnier unter der Leitung von Alexander Knecht war für den Damen Torball Sport ein Highlight. Zu selten messen sich internationale Teams auf diesem Niveau und umso mehr war es spannend zu sehen, wie sich die Spielerinnen aus Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland schlagen würden.

Die SG München/Karlsruhe/Hoffeld war eine von vier deutschen Mannschaften und tat sich gewohnt schwer im Auftaktspiel. Renate Hundsberger, Astrid Weidner und Margarete Rieker kamen gegen Hoffeld nur schwer ins Rollen und mussten sich einen 6:3 Sieg gegen die Gastgeber hart erarbeiten. Im Anschluss war der amtierende Deutsche Meiser jedoch bereits sehr gut abgestimmt und gewann in einer hochklassigen Partie gegen Nizza mit 2:1 Toren. Die Damen aus Graz sahen sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer Niederlage gegen Bozen in Zugzwang und standen nun der SG gegenüber. Die Österreicherinnen mussten bereits in der ersten Halbzeit drei Gegentreffer hinnehmen, bevor sie im weiteren Spielverlauf mit den bekannten hohen Bällen lediglich nur noch den Anschlusstreffer erzielen konnten. Mit Bozen standen dann die Graz-Bezwingerinnen auf dem Programm und auch hier stand am Ende ein Sieg mit 4:1 Treffern für die SG zu Buche. Besonders hart war es im weiteren Verlauf dann für die Dortmunder Damen, die gleich sechs Tore in Halbzeit eins gegen die Spielgemeinschaft kassierten und am Ende mit 7:3 nichts entgegensetzen konnten.

Mit Kaiserslautern war ein weiteres Damen Team am Start, das während des Turniers mangels genügend Spielerinnen immer wieder durch Damen fremder Teams unterstütz wurde. So war dies ein besonders unberechenbarer Gegner, der sich dann gegen die SG München/Karlsruhe/Hoffeld einen offenen Schlagabtausch lieferte, und damit wahrscheinlich auch das Spiel des Tages. Margarete Rieker, die älteste Spielerin des Turniers und langjähriger fester Bestandteil der SG, wuchs in diesem Spiel über sich hinaus und überzeugte mit einer sehr starken Abwehrleistung. Ein anfänglicher Rückstand von zwei Toren konnte dadurch am Ende zum verdienten 5:3 Erfolg gedreht werden. Auch im letzten Damen-Spiel des Tages gegen Vorarlberg behielt die SG München/Karlsruhe/Hoffeld die „weiße Weste“ und kam schließlich mit 14:0 Punkten und 33:15 Toren zum souveränen Turniersieg. Platz 2 belegte Graz mit 8:6 und 30:18 Toren, vor Nizza mit 8:6 Punkten und 20:23 Toren.

    Marco Doth

 



Ein Torball-Fest in Stuttgart
Freitag, 29. April 2016, 11:41 Uhr

Nach vielen Jahren wurde in Stuttgart wieder ein Torballturnier organisiert, voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg nach Baden-Württemberg.

Nach einer doch sehr mühsamen Reise quer durch Deutschland, erreichten wir am späten Abend unsere Unterkunft in Stuttgart. Dort sollte am darauffolgenden Tag ein Internationales Torballturnier mit 12 Herren und 8 Damenmannschaften stattfinden. Erwartungsvoll hieß es früh zu Bett gehen, damit man am Turniertag fit ist.

Gespielt wurde jeder gegen jeden, 2 x 5 Minuten, ohne Seitenwechsel. Uns erwarteten also 11 Spiele, welche es in sich hatten.

Unser erstes Spiel war für 09:15 angesetzt, Gegner waren die äußerst sympathischen Südtiroler aus Bozen. Wir gingen schnell 1:0 in Führung, doch die Bozener packten ihre Hoppel-Würfe aus, so stand es 1:1. Der Boden kam der Bozener Wurftechnik entgegen, ihre Würfe waren kaum zu hören und so fiel noch vor der Halbzeit das 1:2. Auch nach der Halbzeitpause ging es so weiter, erster Wurf Bozen 1:3. Als dann auch noch das 1:4 fiel, schwand unsere Hoffnung, in diesem Spiel noch einen Punkt zu ergattern. Kurz bekamen wir wieder Auftrieb, als uns das 2:4 glückte, aber im Gegenzug antwortet Bozen mit dem 2:5. Wir erzielten zwar noch das 3:5, aber leider reichte die Zeit nicht mehr, schade, eine Niederlage die schmerzte. Ein verdienter Sieg von Bozen, an denen sich noch mehrere Teams die Zähne ausbeißen sollten.

Der nächste Gegner waren die Schweizer aus Glarus. Unser Ziel für dieses Spiel war es zu punkten und dies gelang uns auch. Wir gerieten zwar früh in Rückstand, aber nach einigen Würfen gelang uns den Rückstand aufzuholen und in einen Vorsprung umzuwandeln. Absetzen konnten wir uns aber leider nicht, daher blieb das Spiel bis zur letzten Minute spannend. Am Ende gewannen wir das Spiel 6:4. Geschafft, unsere ersten Punkte, so kann es weitergehen.

Nun wartete Kaiserslautern auf uns. Das Spiel kam irgendwie nicht so richtig in Fahrt, kein Team wollte etwas riskieren und einen Fehler machen. Wir brachten eine 1:0 Führung in die letzte Minute. Aber dort gelang Kaiserslautern mit dem allerletzten Wurf der Ausgleichstreffer zum 1:1. Statt zwei Punkten gab es nur einen, einfach schade, so ein Spiel aus der Hand zu geben.

Nun waren wir auf Wiedergutmachung aus, nächster Gegner war Nürnberg. Von Anfang an versuchten wir das Spiel zu kontrollieren und ließen uns das Spiel nicht aus der Hand nehmen. Mit einer komfortablen 3:0 Führung gingen wir in Halbzeit zwei. Ganz ruhig spielten wir die Partie herunter und gewannen am Ende 4:1.

Den Schwung aus dem Nürnberg-Spiel wollten wir in die Partie gegen Zürich mitnehmen, wir gingen schnell in Führung und bauten unsere Führung aus. Alles sah nach einem sicheren Sieg aus, doch durch einige unüberlegte Leinenwürfe, gaben wir Zürich die Chance noch einmal heranzukommen. Schlussendlich retteten wir ein 3:4 über die Zeit und konnten uns über weitere zwei Punkte freuen.

Es folgte das Hauptstadt-Duell Berlin gegen Wien. Wir kassierten gleich zu Beginn zwei Tore, aber wir zeigten Charakterstärke und kämpften uns zurück. Durch eine solide Abwehrleistung konnten wir uns die Führung erkämpfen und hielten sie bis zum Ende fest. 4:3 für Berlin hieß das Endergebnis. Dieser Sieg war eine tolle Mannschaftsleistung.

Als nächstes mussten wir gegen den haushohen Turnierfavoriten ran. Wir hatten aber keine Angst vor der deutschen Nationalmannschaft. Unser Ziel für dieses Spiel war, einfach so lange wie möglich mitzuhalten, eine Niederlage war eingeplant, aber es kam völlig anders.

Sehr überraschend gingen wir mit 1:0 in Führung, doch postwendend kam die Antwort der Nationalmannschaft. Doch das Wort „aufgeben“ gibt es im Berliner Wörterbuch nicht, deshalb gaben wir einfach weiter unser bestes. Man mag es kaum glauben, aber wir gingen wieder in Führung. 2:1 für Berlin, Wahnsinn! Zwar glich der Gegner bald wieder aus, doch jetzt hatten wir Lunte gerochen und gemerkt, dass in diesem Spiel alles möglich war. Wieder gingen wir in Führung, doch wieder glich die deutsche Nationalmannschaft aus. Berlin war aber noch nicht fertig, mit einem schönen Wurf holten wir uns die Führung wieder zurück und jetzt hieß, es Beton anrühren. Die Nationalmannschaft packte alle möglichen Würfe aus, stramme Würfe auf die Schnittstellen, Hoppel-Bälle, aber es gab kein Durchkommen für sie, wir waren in den letzten Minuten, wie eine undurchdringliche Wand.  Mit einer grandiosen Mannschaftsleistung schafften wir es schließlich das Ergebnis über die Zeit zu bringen, wohl auch mit etwas Glück, aber auch verdient. Berlin besiegt die deutsche Nationalmannschaft 4:3,  was für eine Überraschung, Wahnsinn!

Nun wollten wir natürlich, dass es so weitergeht. Aber nach dem Deutschland-Spiel waren wir total von der Rolle. Gegen die Österreicher aus Graz ging gar nichts mehr. Wie im Spiel gegen Wien kassierten wir schon zu Beginn schnell 2 Tore, aber diesmal konnten wir das Spiel nicht mehr umdrehen, es fehlte die zündende Idee um das österreichische Bollwerk zu überlisten. Am Ende gab es die große Ernüchterung, wir verloren das Spiel 4:1. Das Deutschland-Spiel kostete uns wohl mehr Energie als uns lieb war.

In den letzten drei Spielen hieß unsere Marschrichtung, Schadensbegrenzung und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, dies schafften wir nur teilweise.

Gegen die zweite Mannschaft des Organisators holten wir einen glatten 10:0 Sieg. Bei den letzten beiden Spielen des Turniers, gegen Hoffeld 1 und Augsburg, spürten wir ein wenig die Müdigkeit und wir hatten auch nicht mehr diese Willenskraft zu Siegen, wie in den ersten Spielen. Leider gingen beide Spiele verloren, 5:2 gegen Hoffeld 1 und 5:1 gegen Augsburg.

Unser Leistungseinbruch am Ende kostete uns eine bessere Platzierung, so landeten wir im Endklassement auf Platz 5, aber immer noch in der oberen Hälfte. Den Turniersieg bei den Herren holte sich schließlich Deutschland vor Bozen und Augsburg. Berlin bleibt weiterhin der Turniersieger-Besieger.

Am Abend ging es zum gemütlichen Teil über, in einer angenehmen Atmosphäre ließen wir den Tag mit den anderen Teams in der Gaststätte ausklingen.

Ein Dank gilt den Veranstaltern für ein wunderbar organisiertes Turnier, man fühlte sich wirklich wohl. Beim nächsten Turnier in Stuttgart/Hoffeld ist Berlin sicher wieder gerne dabei.

Für Berlin spielten: Jörg Bechtold, Steffen Bülth, Heiko Wiese, Thorsten Wolf und Christian Mair. Betreut wurden wir, wie immer, von Martina Gerstenberger und Frodo, Maria Bülth unterstützte uns als Fan.

 

Steffen Bülth



Trotz positivem Torverhältnis nur 6. Rang für Vorarlbergs Torballdamen
Mittwoch, 27. April 2016, 09:42 Uhr

Am 23. April 2016 ging es für die Torballdamen des VBSC Claudia Obermeier, Zuzana Sedlackova, Anna-Sophie Thöni und Trainer Uli Eggenberger nach Ostfildern bei Stuttgart, wo das Edgar-Knecht-Gedächtnis-Turnier im Torball für Herren und Damen stattfand. Am Damenturnier nahmen acht Teams aus Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich teil. Das Herrenturnier bestand aus 12 Mannschaften ebenfalls aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei beiden Turnieren spielten die Teams nach dem Modus jeder gegen jeden.

Das Damenteam des VBSC startete zunächst nicht schlecht mit einem 5:3 Sieg gegen die Mannschaft aus Dortmund-Kirchderne. Doch schon in den nächsten Spielen mussten sie jeweils eine knappe Niederlage einstecken, jedoch immer unglücklich mit nur einem Tor Unterschied. Das vorletzte Spiel gegen den Gastgeber Hoffeld gewannen die VBSC-Damen jedoch wieder mit 8:0, was ein gutes Ergebnis für das Torverhältnis war. Das letzte Spiel gegen die Spielgemeinschaft aus München-Hoffeld-Karlsruhe verloren die Torballerinnen jedoch leider wieder.

Die Damen aus Bozen hatten gleich viel Punkte, jedoch ein schlechteres Torverhältnis, weshalb es am Ende dann doch noch für den 6. Platz von acht Teams reichte.
Der Spass ging unseren Damen aber nicht verloren und alles in allem war es ein tolles Turnier mit vielen Mannschaften und einer hervorragenden Organisation.

Endgültige Rangliste Damen:

1.        Platz: Spielgemeinschaft München-Hoffeld-Karlsruhe
2.        Platz: Graz
3.        Platz: Dortmund-Kirchderne
4.        Platz: Nizza
5.        Platz: Kaiserslautern
6.        Platz: VBSC Vorarlberg
7.        Platz: Bozen
8.        Platz: Hoffeld

Endgültige Rangliste Herren:

1.        Platz: Nationalteam Deutschland
2.        Platz: Bozen
3.        Platz: SV Reha-Augsburg
4.        Platz: Hoffeld 1
5.        Platz: Berlin
6.        Platz: Kaiserslautern
7.        Platz: Wien
8.        Platz: Graz
9.        Platz: Glarus
10.        Platz: Zürich
11.        Platz: Nürnberg
12.        Platz: Hoffeld 2
 

Claudia Obermeier



Unter den Dächern von Nizza
Mittwoch, 27. April 2016, 09:39 Uhr

Berlin belegt den vierten Platz beim internationalen Turnier in Nizza am 16.04.2016

Eine Einladung zum 7. internationalen Turnier in Nizza hat uns letztes Jahr erreicht. Von Vielen, die an dieser Veranstaltung schon teilgenommen haben, wurden uns Lobeshymnen übertragen. Und so flogen wir mit großen Erwartungen am Freitag nach Nizza. Diese, das kann man im Voraus schon sagen, wurden in keiner Weise enttäuscht. Am Nachmittag wurden wir vom Veranstalter am Flughafen abgeholt und zum Hotel gefahren, welches in der Innenstadt von Nizza gelegen war. Schon beim Anflug auf dem am Meer gelegenen Flughafen konnten wir die ersten Eindrücke von dieser tollen Gegend an der französischen Riviera mitnehmen. Davon gehört, hatten wir uns entschieden, nach dem Turnier ein paar Tage in Nizza zu verweilen.

Am Hotel angekommen, wurden wir herzlich empfangen. Dann sollte uns ein erster Spaziergang durch die Innenstadt und an der Promenade entlang verzaubern. Den warmen Temperaturen und der Atmosphäre in der Stadt waren wir schnell erlegen.

Am nächsten Tag sollte es dann zum „Complexe Sportif Malatesta“ gehen, wo das Turnier stattfand. Dort gelangten alle Sportler, die im Hotel „Busby“ untergebracht waren, mit der Straßenbahn hin. Die Sporthalle, in der auf einem Spielfeld gespielt wurde, war mit Blumen geschmückt und auf einer großen Tribüne sollten im Laufe des Tages immer mehr Fans und Besucher eintreffen. Für die umfangreiche Verpflegung wurde im Freien gesorgt, wo in der wärmenden Sonne die durchgeschwitzten Shirts schnell wieder trocknen sollten. Nun sollte es losgehen!

Wir waren nur mit 3 Spielern vor Ort und hatten in dieser Konstellation auch noch nicht zusammengespielt, fanden aber erstaunlich schnell auf dem Spielfeld zusammen. Gespielt wurde im Modus Jeder gegen Jeden. Die Spielzeit betrug 10 Minuten ohne Seitenwechsel und Halbzeitpause.

Unser erstes Spiel ging gegen das Schweizer Team aus Glarus, welches wir für uns überraschend klar mit 7:0 gewinnen konnten. Was für ein Start!  Aber Glarus sollte sich in diesem Turnier noch enorm steigern. Sie erreichten den dritten Platz und hatten halt nur einen Fehlstart, was in diesem Falle unser Glück war.

Die zweite Partie führte uns gegen Nizza 2. Sofort merkten wir wie frenetisch der Gastgeber angefeuert wurde. Schon vor dem Anpfiff war der Lärmpegel enorm. Aber mit unseren „Drei, Zwei, Heinz“ konnten wir auch auf uns aufmerksam machen und die sogenannte 2. Mannschaft von Nizza war stark. Wir konnten zwar schnell in Führung gehen, uns aber nie absetzen, so war es spannend bis zum Ende des Spiels, welches wir 3:1 für uns entscheiden konnten.

Nun hatten wir wieder eine Pause, die in der Regel 4 Spiele war. Da hieß es auch die Konzentration zu halten.

Nun ging es weiter gegen Nizza 1, die bisher souverän spielten. Es war ein packendes und spannendes Spiel in dem die Hausherren immer ein Schritt voraus waren und der Geräuschpegel zwischen den Spielzügen wurde immer höher. Da hieß es nicht die Nerven zu verlieren. In den vorigen Spielen hatten wir gar nicht gemerkt, dass Leinen zwischen den Mannschaften gespannt waren. Doch jetzt waren unsere Würfe nicht ganz so präzise und es war leider zu oft ein Klingeln zu vernehmen. Dadurch standen wir natürlich immer wieder unter Druck. Nizza gewann dieses Spiel mit 4:2. Da war für uns vielleicht sogar etwas mehr möglich.

Nun hieß es die erste Niederlage zu verdauen. Das französische Team aus Clermont-Ferrand wartete auf uns. Im Spiel sollte uns eine schnelle zwei Tore Führung gelingen, was uns auch Sicherheit und Ruhe ins Spiel brachte. Aber kaum hatten wir uns einen gefühlten sicheren Vorsprung erarbeitet, war das Team aus Mittelfrankreich wieder in Reichweite. Mit dem 6:3 am Ende waren wir sehr zufrieden.

Nun war wieder eine längere Pause für uns, aber nicht für alle. Für Martina, die uns in diesem Turnier coachte, war Spielbeobachtung angesagt. Und das machte sie fantastisch. Vor jedem unserer Spiele informierte sie uns über die Spielweise und Aufstellung der gegnerischen Mannschaft, soweit es möglich war. Aber selbst die beste Vorbereitung nutzte uns im nächsten Spiel gegen Toulouse nichts. Sie waren bärenstark! Ihre Außenspieler waren ständig in Bewegung und wechselten ihre Positionen und die Würfe bedienten bestens die Schnittstellen. Schnell gerieten wir in Rückstand und konnten uns dann auch nicht wieder in Schlagweite bringen. Toulouse gewann mit 6:2.

Das war der erste richtige Dämpfer für uns. Aber wir haben uns schnell wieder Mut zugesprochen. Wir wollten uns für dieses Turnier keinen großen Druck aufbauen. Spaß und Freude sollten im Mittelpunkt stehen. So wollten wir auch weiter agieren.

Mit Bergamo stand nun die erste italienische Mannschaft vor uns. Für sie lief es bei diesem Turnier noch nicht so richtig. Aber Obacht, ein Selbstläufer wird das sicher nicht, was sich auch bestätigte. In einem durch die Defensive geprägten Spiel setzten wir uns mit 4:1 durch. Nun ging es langsam in die Schlussphase des Turniers und bis dahin hatten wir uns ganz gut verkauft.

Mit Hasselt aus Belgien, die wie wir, auch als einziger Vertreter ihres Landes vor Ort waren, spielten wir jetzt gegen ein Team, bei dem schon manche von uns nicht so positive Erinnerung hatte. Unser Ziel für dieses Spiel Defensive, Defensive….. Das sollte uns halbwegs gelingen. Gegen die starken Würfe war es aber nicht immer möglich.

Für die Belgier war aber auch immer wieder ein Leinentreffer dabei. Die Chancen, die sich daraus für uns ergaben, konnten wir sehr gut nutzen und somit das Match mit 5:3 für uns entscheiden.

Ein Spiel stand noch vor uns und der Zwischenstand hielt Spannung bereit. Wenn wir unser letztes Spiel gegen Teramo gewännen, wären wir Turnierzweiter, egal was in den anderen Spielen passiert. Wenn Nizza 1, die bisher keinen Punkt abgegeben haben, gegen Glarus gewinnt, wären wir, auch wenn wir unser letztes Spiel verlieren würden, Dritter. Aber das Team aus Glarus, welches wie schon erwähnt, immer stärker wurde, gewann gegen Nizza 1. Nun standen wir vor dem letzten Spiel des Turniers überhaupt, welches für beide Mannschaften zum Endspiel wurde. Wer gewinnt war Zweiter, wer verliert Vierter.

Das Spiel fing nach einer schnellen 1:0 Führung gut für uns an. Aber Teramo glich schnell aus und ging auch in Führung. Nun war es ein Spiel auf des Messers Schneide. Nun das 3:1 für Teramo und der 3:2 Anschlusstreffer. Aber die Zeit rannte uns weg. Da war schon der Abpfiff! Die Italiener lagen sich in den Armen.

Im ersten Moment waren wir sicher enttäuscht, da wir so nah am Podest waren.

Aber eigentlich konnten wir auch ganz zufrieden mit unserem Abschneiden bei diesem Turnier sein. So sind wir mit guter Laune in die nächsten Tage, die wir noch vor Ort verbrachten, gegangen.

Zum Veranstalter kann man nur sagen; „Besser geht’s nicht“! Nach dem Turnier wurden vor der Sporthalle in der Abenddämmerung noch „Häppchen“ und Getränke gereicht. Die Siegerehrung fand auch dort statt. Pokale und T-Shirts für alle Teams, Live-Musik und Gesänge der siegreichen Teams liessen die Stimmung wieder steigen. Dann ging es noch zu einem ausgiebigen Abendessen in die Innenstadt.

Man kann sich bei den Veranstaltern für diesen tollen Tag nur bedanken!

Für uns Berliner kam nach der Pflicht noch die Kür. Wir hatten uns vorgenommen noch 4 Tage in dieser schönen Gegend zu bleiben.

So sind wir nach täglichen Frühstück in den Gassen von Nizza auf Erkundungstour gegangen. Martina schleuste uns mit Sprachkenntnissen und Reiseführer zu allen interessanten Orten in der Umgebung und Elisabeth half uns so manche Barriere zu überwinden. So verbrachten wir ein paar wunderschöne Tage, die uns zu vielen Sehenswürdigkeiten in und um Nizza führten. Ein Ausflug nach Monaco und eine Schifffahrt in die Nachbarbuchten mit seinen vielen Villen sollten auch begeistern.

So konnten wir uns mit guter Laune, Sonnenbrand und auch vielen kulinarischen Genüssen von Nizza verabschieden. Vielen Dank noch mal an die Veranstalter, die uns auch noch ein Taxi zum Flughafen zur Verfügung stellten.

Für Berlin spielten Steffen Lehmann, Christian Mair und Lutz Egeling. Weiter im Team Martina Gerstenberger (Coach und Reiseführer) und Elisabeth Lehmann

 

Endtabelle:

  1. Nizza 1
  2. Teramo
  3. Glarus
  4. Berlin
  5. Toulouse
  6. Nizza 2
  7. Hasselt
  8. Clermont-Ferrand
  9. Bergamo

Lutz Egeling