In der FAZ gab es einen guten Artikel zum Blindensport. Der kann hier nachgelesen werden:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/blindensport-mit-den-ohren-sehen-11739881.html
Vergangenen Samstag gewannen Vorarlbergs Torballerinnen schon zum 5. Mal den Ladiescup in Innsbruck. Mit Belinda und Julia Schneider, Barbara Bösiger und der Nachwuchsspielerin Anna Thöni trat die Mannschaft in ungewöhnlicher Besetzung gegen die fünf Konkurrenzteams aus Deutschland, Österreich und Italien an. Dennoch lagen die Spielerinnen aus dem Ländle bereits nach der Vorrunde ungeschlagen und mit nur einem Verlustpunkt klar in Führung. Im Halbfinale setzten sie sich mit 3:2 Toren gegen Innsbruck I durch, bevor im Finale die Mannschaft aus Graz auf sie wartete. Die Vorarlbergerinnen spielten den Sieg mit einem Torverhältnis von 13:8 sicher ein. Dabei konnte Anna Thöni, mit 13 Jahren jüngste Teilnehmerin des Turnieres, erste wichtige Finalerfahrung sammeln. Claudia Obermeier, normalerweise Stammspielerin bei Vorarlberg, verstärkte die zweite Mannschaft aus Tirol und sicherte den Tirolerinnen mit 4 geworfenen Toren im kleinen Finale den 3. Platz.
1.Vorarlberg
2. Graz
3. Tirol II
4. Tirol I
5. Dortmund
6. Bozen
Am 21. April fand wieder ein Jugendturnier in Hopfgarten/Tirol statt. Zehn Mannschaften aus Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz nahmen daran teil. Am Schluss konnte sich die Jugendmannschaft aus Marburg durchsetzen und das Turnier für sich entscheiden. Hier das Endklassement:
- Marburg 2
- Tiroler Unterland
- Marburg 1
- Tirol
- München
- Bozen
- Unterschleißheim
- Wien
- Vorarlberg
- Swiss-Mix
Am vergangenen Samstag, den 17.03.2012, trafen sich in Kassel die zehn besten Torballteams aus Deutschland, um den Deutschen Meister auszuspielen. Neben dem Ausrichter BSG Kassel waren dies die Mannschaften aus Marburg, Dortmund, Landshut, Borgsdorf, Augsburg, München, Frankfurt, Dortmund-Kirchderne sowie die SG Baden.
In Begleitung der beiden Karlsruher Trainer Hans-Dieter Weidner und Josef Albanese waren fünf Spieler vom PSV Karlsruhe und der BSG Offenburg: David Georgi, Mario Kratzer, Hüseyin Kürekci, Astrid Weidner und Ali Yalcin.
Der Spielplan ließ die SG Baden spät ins Geschehen eingreifen. Der erste Gegner war die unbequeme, weil defensiv ausgerichtete Mannschaft aus Borgsdorf. Mit einem späten Tor und stets einem Rückstand hinterherlaufend gewannen die Badener ihr Eröffnungsspiel mit 3:2. Es folgte die Mannschaft aus Augsburg, die sich überraschend stark bei der süddeutschen Qualifikationsrunde in München zeigte. Die SG Baden begann sicher und bestimmte das Spiel, konnte sich aber nicht absetzen. Das Spiel ging 2:1 aus und das Punktekonto wurde aufgestockt.
Im dritten Spiel wartete die junge aufstrebende Mannschaft aus Marburg. Nach einer Niederlage und einem Sieg im Herbst schien die Ausgangssituation ausgeglichen zu sein. Doch das Spiel zeigte, dass die Mannschaft aus Marburg dem Druck noch nicht standhalten konnte. Die Badener spielten konzentriert ihr Spiel und besiegten die Marburger mit 3:1. Auf dem Spielplan folgte der Vizemeister aus Dortmund. Ein schlechter Start setzte die Mannschaft unter Druck, den Sie auch gegen die SG Baden nicht ablegen konnte. Mit 4:1 gelang der badischen Auswahl der vierte Sieg in Folge.
Im fünften Spiel trafen zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Die SG Landshut, Rekordmeister und ohne Punktverlust in der Qualifikation und die SG Baden mit dem Rückenwind der vier Siege an diesem Tag. Ein rassiges Spiel mit starken Abwehrreihen brachte es an den Tag. Hier spielen zwei Teams auf Augenhöhe. Am Schluss war Landshut die etwas glücklichere Mannschaft. Mit einem sicher verwandelten Strafwurf gewannen die Niederbayern denkbar knapp mit 1:0. Es folgte der Gastgeber aus Kassel. An diesem Tag keine Herausforderung, dennoch drei Gegentore aber am Schluss ein sicherer 8:3 Sieg.
Zu diesem Zeitpunkt schien alles geklärt und der Weg ins Halbfinale nur noch Formsache. Doch nach genauer Durchsicht der Ergebnisse hatten noch fünf Teams eine realistische Chance auf das Halbfinale. Dies waren neben der SG Baden noch Landshut, Frankfurt, München und Dortmund-Kirchderne. Drei der oben genannten Mannschaften mussten noch gegen die SG Baden antreten, also war Vorsicht geboten.
Der erste Gegner hieß Dortmund-Kirchderne. Ein offenes und von wenigen Fehlern geprägtes Spiel brachte keinen Sieger hervor. Mit 1:1 war noch keinem gedient und beide mussten ihre Chance im nächsten Spiel nutzen. Der deutsche Meister aus Frankfurt erwies sich an diesem Tag als unbequeme und sehr sicher spielende Mannschaft. Fehler in der Abwehr nutzten die Hessen aus und brachten sich in Führung. Der Anschluss konnte nicht mehr gefunden werden und die zweite Niederlage am Tage (1:3) zwang die Badener zu einem Punktgewinn im letzten Spiel gegen München. Die Bayern agierten sicher, gerieten aber unter den stark aufspielenden Badenern unter Druck, der zu Abwehrfehlern führte. Mit 3:1 schien kurz vor Schluss alles klar zu sein, doch zwei Leichtsinnsfehler brachten die Münchner zurück ins Spiel. Am Schluss konnte keine der beiden Mannschaften ein Übergewicht gewinnen, so dass die letzte Partie mit 3:3 endete.
Mit Landshut, München, Frankfurt und Baden setzen sich vier erfahrene Teams durch und ließen auf spannende Halbfinals hoffen. Im ersten Halbfinale bezwang Frankfurt die in der Vorrunde besser platzierten Münchner mit 3:1.
Die SG Baden traf im zweiten Halbfinale auf die SG Landshut. Wie auch in der Vorrunde entwickelte sich ein spannendes Spiel, das von beiden Seiten fast fehlerfrei bestritten wurde. Nach 10 Minuten stand es 1:1 und es ging in die Verlängerung. Hier musste das Golden Goal über die Finalteilnahme entscheiden. Nach weniger als zwei Minuten stand das Glück auf badischer Seite und Mario Kratzer schoss mit seinem Treffer die SG Baden ins Finale.
Das Spiel um Platz drei war eine klare Angelegenheit für die SG Landshut, die ihre Halbfinalniederlage besser verdaut hatten als die Münchner. Mit 6:0 sicherten sie sich den dritten Platz.
Trotz zahlreicher Halbfinalteilnahmen von Frankfurt und Baden gab es noch nie ein Finale zwischen diesen beiden Teams. Baden ging in Führung und Frankfurt glich gleich im Gegenzug aus. Danach ging Frankfurt in Führung, doch die Badener kämpften sich wieder heran und schafften den Ausgleich in der zweiten Halbzeit. Kurz vor Schluss gelang den Frankfurtern ein Konter zum 3:2. Die Badener bemühten sich zwar noch in den letzten Angriffsaktionen, konnten aber die Hessen nicht mehr wirklich in Bedrängnis bringen.
Die Frankfurter verteidigten ihren Titel glücklich aber nicht unverdient. Sie zeigten eine konstante Leistung über den ganzen Tag und bewahrten am Schluss die Nerven. Die Badener konnten sich im Vergleich zu den letzten Jahren wieder etwas steigern und zeigten erneut, dass beim Titelrennen mit ihnen stets zu rechnen ist.
Im nächsten Jahr wird Baden Ausrichter der DM im Torball sein, dann wird das Team erneut seine Hände nach dem Titel ausstrecken.
Für die SG Baden spielten: David Georgi, Mario Kratzer, Hüseyin Kürekci, Astrid Weidner und Ali Yalcin. Betreut wurde das Team von Hans-Dieter Weidner und Josef Albanese.
Hans-Dieter Weidner
Hier die lang erwarteten Ergebnislisten der DM 2012 in Kassel:
In diesem Jahr fuhren die Mädels zur Deutschen Meisterschaft als Spielgemeinschaft mit den Mädels der BSG Langenhagen.
Keiner von uns wusste wo wir stehen, denn wir hatten kaum Möglichkeiten gemeinsam zu trainieren. Also gab der Trainer das Ziel aus, habt Spaß und werdet möglichst nicht Letzter. Gespielt wurde in einer Doppelrunde mit anschließenden Finalspielen.
Nach 3 Siegen und einem Unentschieden zogen wir dann als Drittplazierter in die Runde der letzten 4 ein.
Im Spiel 2. gegen 3. hatten wir leider dem Gegner und zukünftigem Deutschen Meister der SG Hessen nichts entgegen zu setzen. Aber vielleicht sparten wir unsere Kräfte auch nur für das kleine Finale auf.
Wie auch immer, auf jeden Fall spielten wir das Spiel des Turniers.
Nachdem der BSSV Dortmund mit 1:0 in Führung ging konnten wir in der zweiten Halbzeit ausgleichen. Dieses Ergebnis brachten wir über die Zeit und gingen so in die Verlängerung von 2 x 2 Minuten mit Golden Goal Regelung. Auch in der ersten Halbzeit fiel kein Tor. Nach einer großen Chance von uns versenkte der Gegner leider 17 Sekunden vor Abpfiff den Ball in unserem Tor.
Auch wenn unsere Spielgemeinschaft dieses Mal leer ausging, so waren wir doch trotz wenigem Training ein Team auf Augenhöhe.
Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen für diese Großartige Leistung. Und freuen uns schon auf die nächsten Turniere als SG St. Pauli-Langenhagen!
Alexandra Ohm
Nicht beim Kegeln – wie die Überschrift vermuten lässt – sondern bei den Deutschen Meisterschaften im Torball, die am 17. März sowohl für die Damen als auch die Herren im Nordhessischen Kassel stattfanden. Mit von der Partie war auch das Damenteam der SG Hessen, aus deren Sicht dieser Bericht ist. Da bei den Damen nur fünf Teams gemeldet waren, wurde in einer Hin- und Rückrunde gespielt, der dann noch eine Finalerunde folgte. Schade bei fünf Teams ist, dass lediglich ein Team nicht an der Finalrunde teilnehmen kann, was für diese Spieler natürlich bitter ist. Doch fangen wir ganz von vorn an:
Früh morgens macht sich das Team der SG Hessen – bestehend aus Elke Averesch, Katrin Lüdeke und Tanja Panter und gecoacht von Katja Frisch auf den Weg in die Halle um pünktlich um 08:50 Uhr ihr erstes Spiel gegen München-Hoffeld bestreiten zu können. Da der Gegner in dieser Formation noch nie angetreten war, konnte man ihn auch schwer einschätzen und folglich waren die Worte der Trainerin ganz schlicht „spielt einfach und man wird sehen, was geht“. Es sollte schon ein bisschen was gehen, denn man führte nach ein paar Minuten mit 2:0, kassierte aber auch noch vor der Pause den Anschlusstreffer, dann konnte man wiederum 2 Tore erzielen und kassierte ein weiteres, der nächste Wurf jedoch ergab den 5:2 Endstand für die Hessinnen. Im nächsten Spiel trat man gegen den letztjährigen deutschen Meister DO-Kirchderne an. Dieses Spiel sollte eine Abwehrschlecht werden und so lagen die Hessinnen zur Halbzeit lediglich mit 0:1 hinten, was im Torball bekanntlich gar nichts bedeutet, in der zweiten Hälfte fiel dann allerdings ein weiteres Tor aus dem Spiel heraus und den Westfälinnen gelang es noch, einen Penalty zu verwandeln so, dass man sich am Ende mit 0:3 doch noch recht eindeutig geschlagen geben musste. Der Spielplan wollte es so, dass man im dritten Spiel des Tages auf den Stadtrivalen der Kirchderner vom BSSV Dortmund traf und auch diese Westfälinnen machten uns das Leben nicht gerade leicht. Mitte der ersten Halbzeit konnte man zwar in Führung gehen, kassierte aber vor dem Pausentee noch zwei Gegentreffer. Diesem Rückstand rannte man dann fast die gesamte zweite Halbzeit hinterher. Erst als die letzte Minute bereits angesagt war, konnte Centerfrau Tanja Panter mit einem leisen Konterball den Ausgleich erzielen. Wir wollten uns zu dem Zeitpunkt mit einer Punkteteilung – die mehr als gerecht gewesen wäre - zufrieden geben und spielten einen verkorksten Doppelpass. Damit die 8-Sekunden-Regel nicht greifen konnte, musste das Ding dann noch irgendwie auf die andere Seite. Dass das Runde dann auch noch ins Eckige ging und den 3:2 Endstand besiegelte, war pures Glück. Im letzten Spiel der Vorrunde traf man auf die Spielgemeinschaft St. Pauli/Langenhagen, die man in dieser Formation auch noch nicht auf einer Meisterschaft gesehen hatte. Sie hatten eine sehr kompakte Abwehr und waren nur mit Linien- und Hoppelbällen zu knacken, was wir aber in der ersten Halbzeit nicht gut umsetzen konnten und so führten die Damen von der Waterkant und der Leine zur Pause mit 2:1: In der zweiten Hälfte jedoch haben wir wieder die Gewinnerbälle auspacken und das Spiel noch mit 4:2 für uns verbuchen können. Die Hinrunde endete für die SG Hessen mit 6:2 Punkten und dem zwischenzeitlichen zweiten Platz.
Nach einem kleinen Snack begann in der Rückrunde alles wieder von vorn, aber gegen den Vertreter aus Süddeutschland waren die Hessinnen nicht so wirklich auf dem Feld und kassierten ein Tor nach dem anderen, am Ende waren es deren sechs bei nur zwei eigenen. Bei nur einem Spiel Pause musste man ganz schnell abhaken können, um die notwendige Konzentration für die Dortmund-Spiele aufbringen zu können, von denen zunächst wieder Kirchderne an der Reihe war. Das erste Mal zappelte der Ball im Dortmunder Netz, nachdem Katrin einen Hoppler ausgepackt hatte, der irgendwie hineingeschaufelt wurde, doch dann begann Aufholjagd gegen Abwehrschlacht, die letztendlich mit 1:2 an Kirchderne ging. Es folgte zum zweiten Mal am heutigen Tag der Fight gegen den BSSV Dortmund, gegen die man zur Halbzeit mit 2:0 führte. Die mahnenden Worte von Katja Frisch in der Pause, dass dies kein komfortabler Vorsprung sei, waren noch nicht ganz verhallt als man den Anschlusstreffer hinnehmen musste. Den Zwischenstand konnte man dann aber bis zum Ende verwalten und setzte sich mit 2:1 durch. Die Spielgemeinschaft aus dem Norden wollte dann wohl eine offene Rechnung begleichen und packte diagonal geworfene Hoppelbälle aus, mit denen wir unsere liebe Not hatten und ein ums andere Mal hinter uns greifen mussten. Am Ende stand es 1:4 für die Nordlichter. Nach beendeter Rückrunde war man mit 8:8 Punkten immer noch Zweiter hinter Dortmund-Kirchderne. Ein wenig bitter wurde es für den süddeutschen Vertreter im Damentorball. München-Hoffeld konnte leider nur 5:11 Punkte erreichen und qualifizierte sich damit nicht für die Finalrunde.
In der Finalrunde musste um 15:15 Uhr zunächst der Zweit- gegen den Drittplatzierten antreten, was im Klartext hieß SG Hessen vs. St. Pauli/Langenhagen. Wir hatten die Pleite aus der Rückrunde noch in guter Erinnerung, aber irgendwie sollte es nun besser laufen. Vielleicht lag es wieder an den Worten die Katja zur Aufmunterung vor dem Spiel wählte. „so weit seit ihr schon lange nicht mehr gekommen, also spielt einfach, ihr könnte nur gewinnen“. Das taten wir dann auch und, oh Wunder es lief viel besser als noch eine knappe Stunde vorher, so dass wir zur Halbzeit mit 3:1 führten, dann ließen wir die Norddeutschen noch einmal auf zwei zu drei herankommen und danach agierte eigentlich nur noch Hessen, zunächst baute man den Vorsprung auf 5:2 aus, dann leistete man sich das einzige Eigentor des Tages, was vielleicht beim Gegner wieder Hoffnung aufkeimen ließ, aber die Zeit war so fortgeschritten, dass man das 5:3 verwalten konnte.
Im zweiten Halbfinale kam es zum dritten Mal am heutigen Tage zum Dortmunder Derby. Der BSSV konnte sehr lang mithalten und so stand es auch zur Halbzeit 0:0. Kirchderne wechselte nach der Pause mehrmals aus, was den Gegner vielleicht verwirrte, jedenfalls konnten sich die Damen in grün-weiß am Ende durchsetzen. Durch diesen Sieg war uns nicht nur der zweite Turnierplatz schon sicher, sondern wir hatten auch die Teilnahme am World-Cup, der Ende Oktober in Dortmund stattfindet, in der Tasche.
Das Spiel um Platz drei sollte das spannendste des Tages werden. Es standen sich der BSSV Dortmund und St. Pauli/Langenhagen gegenüber. Zunächst sah es lange so aus, als hätte der BSSV das bessere Ende erwischt, denn sie lagen mit 1:0 in Führung, doch kurz vor Ende der regulären Spielzeit wurden noch ein paar Kräfte mobilisiert, die zum Ausgleich führten, der auch nach 10 Minuten noch Bestand hatte, Spieler, Tisch und Schiedsrichter mussten also überstunden schieben und es griff die Golden-Goal-Regel. Es dauerte aber bis Mitte der zweiten Halbzeit, bis für eine der Mannschaften goldene Zeiten anbrachen. St. Pauli/Langenhagen verursachte einen Strafwurf, der durch einen sehenswerten Ball die Linie entlang um Haaresbreite verwandelt werden konnte. Dann brach bei Dortmund schwarz-gelbes Freudengeschrei aus.
Last but not least – Finale ohohoho! “Gegen Dortmund kann man mal verlieren“, hatten sich die Bremer gestern im Fußball wohl so gedacht und wir eigentlich auch, denn wir hatten die Erfahrung ja schon zwei Mal gemacht. Doch irgendwie lief jetzt einiges anders. Das Team aus der Mitte der Republik lag bereits nach gefühlten zwei Minuten mit 3:0 in Führung und bis zum Ende der ersten Halbzeit konnte man diese sogar auf 6:1 ausbauen. Wir dachten wir sind im falschen Film und die Sehbehinderten in der Mannschaft hätten am liebsten Brille und Eye-Pads heruntergerissen, nur um das Gesicht von Trainerin Katja Frisch zu sehen. Diese schien irgendwas zu ahnen und warnte nur, „ihr könnt ruhig verlieren, aber ich will, dass ihr euer Bestes gebt“. Die Anweisung haben wir zwar befolgt, aber es wurde denkbar knapp, da die Kirchderner zwischenzeitlich mit schwungvollen Hoppelbällen bis auf 6:5 herankamen. Nach einem Time-out hatte man wieder ein wenig Ruhe in der Mannschaft und konnte noch das 7:5 erzielen, der gleichzeitig den Endstand besiegelte.
- SG Hessen
- ISC Viktoria Kirchderne
- BSSV Dortmund
- SG St. Pauli/Langenhagen
- SG München/Hoffeld.
Erfreulicherweise setzten sich auch die Herren der VSG Frankfurt im Finale gegen die SG Baden durch, so dass in diesem Jahre beide Pokale an den Main gehen.
Für die SG Hessen – Elke Averesch
VSG kann Titel verteidigen
Am vergangenen Samstag, 17.03.12. trafen sich im nordhessischen Kassel die zehn besten Torballteams aus Deutschland, um den Deutschen Meister auszuspielen. Neben dem Ausrichter BSG Kassel waren dies die Mannschaften aus Marburg, Dortmund, Landshut, Borgsdorf, Augsburg, München, SG Baden, Dortmund-Kirchderne sowie der VSG Frankfurt.
In der ersten Partie des Tages traf das Team der VSG Frankfurt auf die Vertretung der SSG Blista Marburg. Nach einer frühen Führung mussten die Frankfurter den 1:1-Ausgleich hinnehmen, konnten aber im weiteren Verlauf der Partie eine erneute 3:1-Führung herausspielen. Der SSG Blista gelang nur noch der Anschlusstreffer zum 3:2. Das nächste Erfolgserlebnis konnte gleich im zweiten Spiel gefeiert werden - Frankfurt gewann in einer knappen Partie mit 2:1 gegn BSSV Dortmund. Auch im dritten Turnierspiel ging man gegen das Team aus Landshut mit 1:0 in Führung. Die Mannschaft aus Bayern konnte das Spiel aber drehen und führte zur Halbzeit mit 2:1. In der zweiten Hälfte hatten die Frankfurter nichts mehr entgegenzusetzen und verloren deutlich mit 1:5.
Der erste Rückschlag des Tages war jedoch schnell verdaut und die Mannschaft der VSG gewann die beiden folgenden Spiele gegen Borgsdorf (6:1) und Augsburg (5:1).
Im sechsten Spiel des Tages stand man dem letztjährigen Finalgegner aus München gegenüber. Alle Frankfurter Offensivbemühungen blieben erfolglos und so führten die Spieler aus der bayerischen Landeshauptstadt zur Pause mit 2:0. In Durchgang zwei bot sich das gleiche Bild, so dass die Partie mit 0:3 verloren wurde und die Punkte an die Isar wanderten.
Aber auch die zweite Niederlage des Tages konnte die Mannschaft aus Frankfurt nicht aus der Bahn werfen. Die verlorenen Punkte holte man sich in der nächsten Begegnung gegen das Team des Gastgebers aus Kassel umgehend zurück. Nach einer schnellen 2:0-Führung musste man zwar die beiden Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 hinnehmen, fand aber in der Folge wieder in die Spur und gewann souverän und deutlich mit 8:2.
Im vorletzten Gruppenspiel traf man auf die Mannschaft der SG Baden, die sich ebenfalls in den oberen Tabellenregionen etabliert hatte. Die 1:0-Führung der Badener konnte im Lauf des Spiels gedreht werden und Frankfurt verließ das Spielfeld mit einem 3:1-Erfolg. Zum Abschluss der Vorrunde musste die VSG noch gegen die Mannschaft aus Dortmund-Kirchderne antreten - auch das Team aus NRW hatte noch Hoffnung mit einem Sieg über die Hessen, das Halbfinale erreichen zu können. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit ständig wechselnder Führung. Es konnte sich aber keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen, so dass es folgerichtig zu einer Punkteteilung kam und das Spiel 3:3 endete.
Mit einer Ausbeute von 13:5 Punkten sortierte sich die VSG Frankfurt am Ende der Vorrunde auf Platz drei hinter den Teams aus Landshut und München sowie vor der Mannschaft der SG Baden ein. Aus dieser Konstellation ergaben sich die Halbfinalpaarungen SGBaden - Landshut sowie München - Frankfurt.
Wie in der Vorrundenpartie hatten die Münchner den besseren Start für sich und gingen gegen das Team aus Hessen mit 1:0 in Führung. Diesmal besaß Frankfurt aber mehr Durchschlagskraft im Angriff und konnte umgehend zum 1:1 ausgleichen sowie kurz darauf seinerseits mit 2:1 in Führung gehen. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen des Tageshatten die Frankfurter nun das bessere Ende für sich und gewannen die Halbfinalpartie letztendlich mit 3:1. Im anderen Spiel der Vorschlussrunde besiegte die SG Baden die Mannschaft aus Landshut mit 3:2 in der Verlängerung durch „Golden Goal“.
Das Spiel um Platz drei war eine einseitige, von Landshut dominierte Angelegenheit. Die 5:0-Pausenführung verwalteten die Spieler aus Landshut routiniert und besiegten die Abordnung aus ihrer Landeshauptstadt am Ende souverän mit 6:0.
Im Finale standen sich die Mannschaften der SG Baden und der VSG Frankfurt erneut gegenüber. Auch hier mussten die Hessen wieder einem 0:1 hinterherlaufen, wie in der Vorrunde konnten die Frankfurter diesen Rückstand aber in eine 2:1-Pausenführung umwandeln. Im Gegensatz zur ersten Partie gelang den Badenern bald nach Wiederanpfiff der Ausgleich. Kurz vor Ende des Finales erzielte Frankfurt die erneute Führung, die dann bis zum Ende nicht mehr hergegeben wurde. Somit konnten die Hessen das Endspiel siegreich bestreiten und ihren Titel aus dem Jahr 2011 erfolgreich verteidigen.
Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft berechtigt die Torballer der VSG Frankfurt zur Teilnahme am diesjährigen World-Cup, der voraussichtlich am letzten Oktoberwochenende in Dortmund ausgespielt wird.
Für die VSG Frankfurt spielten:
Jürgen Becker, Rainer Jost, Christoph Kasapis, Gerd Schmidt und Markus Schönbach
Trainer:
Ralf Thurm, Andreas Becker
Markus Schönbach
Bei der deutschen Meisterschaft im Torball am 17.03.2012 konnten sich sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern hessische Teams durchsetzten. Bei den Frauen siegte die SG Hessen und bei den Männern die VSG Frankfurt, die damit ihren Titel verteidigen konnte. Die SG Baden wurde im Finale mit 3:2 besiegt . Das Spiel um Platz drei ging an die SG Landshut, vierter wurde der BSV München.
Berichte von den Teams und Ergebnislisten werden bald folgen.
Vom 7.-8.3.2012 haben sich 150 Schülerinnen und Schüler zur NRW Landestorballmeisterschaft der Förderschulen Sehen an der Martin-Bartels-Schule in Dortmund getroffen. Die gesamte Schule hat mit einem gewaltigen Kraftakt diese Großveranstaltung gemeinsam organisiert und durchgeführt. An zwei Tagen, wurden auf drei Spielfeldern in vier altersklassen die Schüler-Landesmeister ausgespielt. Selbstverständlich hat es uns besonders gefreut, dass beide Dortmunder Teams die Finalrunden erreicht haben. Ebenso freute uns aber, dass auch die beiden Duisburger Mannschaften, die von Andreas Schmitz (Lehrer in Duisburg und Spieler beim BSSV Dortmund) trainiert wurden, ebenfalls um die Spitzenplätze mitspielten.
Der Blinden & Sehbehinderten Sportverein Dortmund gratuliert der Matin-Bartels-Schule ganz herzlich zur erfolgreichen Ausrichtung dieses Turniers und freut sich sehr über die gelungene Nachwuchsförderung im Torball. Gerne haben wir dies u. a. mit der Bereitstellung der Ausrüstung von zwei kompletten Spielfeldern unterstützt.
Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Kooperation mit der Martin-Bartels-Schule, u. a. im Projekt BSSV-Torball-Kids, welches wir im Herbst dieses Jahres durchführen werden.
Hier ein Link zu einem Artikel der Ruhrnachrichten zum Turnier der Schule: (Auf den Link klicken oder in den Browser kopieren)
Karl-Heinz Lauer
